Rund um Mallorca

Die zwei Monate Sommerpause zu Hause sind rasend schnell vorbeigezogen und es ist wieder an der Zeit die nächste Segelreise zu starten. Mit großer Vorfreude haben wir unsere Sachen gepackt, zumal das Wetter in diesem Jahr nicht in die Liste der Jahrhundertsommer aufgenommen wird. Für Nordrhein-Westfalen wurde in diesem Jahr die Siebenschläfer Regel erfüllt. Erst nach sieben Wochen "Kein-Sommer-Wetter" war die letzte August Woche die Erste richtig warme und sonnige Woche. Zum Leidwesen der Schulkinder war das auch der Schulbeginn nach den Ferien. 

Sonntag, der 28. August; Wir sind dann mal weg.

Ende Juni hatten wir unsere Bumble-Bee im Trockenhafen von Gruissan (http://www.gruissan-port-sec.com/) abgestellt. Nachdem  eine Nachbarin uns am Vorabend mit einen "Tschüs bis zum Winter" verabschiedet hat, sind wir in der Frühe mit unserem vollgepackten PKW gestartet. Nach einer unspektakulären Fahrt sind wir nach 12 Stunden wohlbehalten in Gruissan angekommen. An Bord unserer Bumble-Bee war auch alles in Ordnung und so lassen wir den Abend mit den in der Bilge vorgefundenen lauwarmen Bierdosen ausklingen.

Montag, der 29. August; Heute ist Krantag.

Am Vormittag Großeinkauf bei Lidl und am Nachmittag wird unsere Jacht zurück ins Wasser gehoben. An dieser Stelle können wir einen Vergleich zwischen den Trockenhäfen von Gruissan und dem Navy Service in Port-Saint-Louis-du-Rhône ziehen. Das Navy Service Gelände ist mit seinen Kiesplätzen französisch-rustikaler als das sauber asphaltierte Gelände in Gruissan, aber dafür ist das Personal kompetenter, spricht im Büro gut englisch, alle Abläufe sind korrekt und der Service ist in entscheidenden Kleinigkeiten erheblich besser. Als wir vor 2 Monaten unsere Bumblebee im Port a Sec Gruissan abgestellt hatten, wollte niemand unseren Namen und Adresse wissen, niemand wollte das Flaggenzertifikat und unseren Versicherungsschein sehen. Dann haben wir in Gruissan keinen Schlüssel für die Sanitäranlagen erhalten und erst nach erheblichem Bitten und Betteln wurde uns eine Leiter an das an Land stehende Boot gestellt. Mit dem Navy Service haben wir einen Vertrag abgeschlossen, die Sanitäranlagen sind immer offen und der Trockenhafen hat ein großes Leiterlager. In Gruissan wurde uns gestern vor dem Bezahlen und Kranen für zwei Tage ein Platz an der Kaimauer zugesagt. Aber als wir im Wasser waren, gab es keinen Platz. Auch hatten wir schon bei der Ankunft den leichten Verdacht, dass unser Aufenthalt schwarz verbucht wird, als wir dann bei der Abreise mit keiner Karte bezahlen durften und erst Bargeld besorgen mussten, wurde unseren Verdacht erneut bestätigt. Wir sind richtig froh, dass am Ende dieser Reise unser Platz beim NavyService in Port-Saint-Louis-du-Rhône auf uns wartet. 

Mittwoch, der 31. August; Kurs Süd, naja nicht ganz.

Einsamer Strand gegenüber Port Leucate

Nachdem ich gestern unser Auto nach Port-Saint-Louis-du-Rhône gebracht habe und die abenteuerliche Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln überstanden ist, haben wir heute in aller Ruhe abgelegt und mit Kurs 185° Leucate angesteuert. Port Barcarès am südlichen Ende des Etang de Salses kennen wir schon und so steuern wir für die nächste Nacht Port Leucate an. Der Hafen ist riesig und weil wir am frühen Nachmittag angekommen sind, legen wir zuerst an einer Boje vor dem Hafen an. Am Abend verlassen wir, wie die anderen Boote, das Bojenfeld und sind für die Nacht in den Hafen gefahren.

Donnerstag, der 1. September; Port Bou, wo den sonst.

Am Badestrand in Port Bou

Weiter geht es südwärts. Der Deutsche Wetterdienst verkündet "keine Luftdruckgegensätze im westlichen Mittelmeer". Das bedeutet Sonne pur, über 30° heiß und ab 12 Uhr setzt der thermische Seewind ein, der uns mit vollen Segeln entlang der Pyrenäen bis nach Port Bou schiebt. Da die Hitze am Nachmittag für uns etwas zu viel ist, nur noch ab in den Hafen und so schnell wie möglich mit dem Beiboot an den gegenüberliegenden Strand gefahren. Obwohl nach Einbruch der Dunkelheit eine erstaunlich starke Thermik von den Pyrenäen zum Meer bläst, sitzen wir bis Mitternacht bei einem kühlen Bier in Shirt und Badehose im Cockpit und genießen den warmen Wind. 

Freitag, der 2. September; Wir haben noch einen Gutschein. 

Cadaqués, gleich kommt die Thermik

Obwohl ich finde, dass in unserem Reisetagebuch die tägliche Aufzählung von Windstärke, Wellenhöhe und Segelstellung nicht im Vordergrund stehen sollte, so war doch die Rauschefahrt über die Bucht von Roses heute das stärkste Erlebnis. Das Cap Creus haben wir noch bei totaler Flaute passiert. Erst auf der Höhe von Cadaqués setzte die Thermik ein. Innerhalb 5 Minuten steigerte sich der Seewind von 2kn auf 16kn (Windstärke 4-5). Mit vollem Tuch sind wir hoch am Wind und mit Rumpfgeschwindigkeit über die Bucht von Roses geschäumt. Grandios, leider standen wir schon nach einer Stunde Fahrtzeit 7,5sm weiter vor dem Hafen von La Escala. Der Hafen liegt im Windschatten der Berge, was das Anlegen erleichtert und dann haben wir noch einen Gutschein: "Zwei Tage bleiben und einen bezahlen". 

Samstag, der 3. September; Was ist den heute los?

Unerträgliche Hitze und Schwüle im Hafen

Wenn man wie wir in der unbeschwerten Lebensphase nach Arbeit und Kindern lebt, dann hat die Woche sechs Samstage und einen Sonntag. Dabei kann es schon mal passieren, dass man vergisst welcher der sechs Samstage ist. Für die hier lebenden Spanier ist das nicht der Fall und so werden wir beim Frühstück von einem Hochbetrieb um uns herum in den richtigen Wochenablauf zurückgeholt. Es ist Wochenende, Verdecke werden geöffnet, Motoren gestartet, Bugstrahlruder heulen laut, vor der Tankstelle gibt es einen Bootsstau und bis zum Mittag verlässt eine kontinuierliche Bootsparade den Hafen. Ist doch klar, dann wollen wir mal der arbeitenden Bevölkerung Meer, Wind, Buchten und Ankerplätze überlassen. Wir bleiben heute im Hafen. Außerdem ist eh kein Wind und es ist viel zu heiß, es ist der richtige Tag um mit kühlen Getränken im Schatten des Bimini zu sitzen, das Reisetagebuch zu schreiben und in den Tag zu leben. Nur meine bessere Hälfte bemerkt: "Auf-auf Faulpelz, wir müssen Einkäufe erledigen". 

Wie sich 34° im Cockpit oder 30° unter Deck anfühlen, dazu liefert der SWR3 Äquator Song die beste Beschreibung. Kühlenden Wind gibt es auch nicht.

Montag, der 5. September; wir fahren weiter nach Blanes.

Blick über Blanes

 

Wir haben uns Blanes als Start für die Überfahrt zu den Balearen ausgesucht. Und so bringen wir uns heute schon mal in Position für die Fahrt nach Mallorca. Für die zwei nächsten Tage ist Tramontana (Mistral im Löwengolf) vorhergesagt und so hoffen wir, dass uns ein sich kontinuierlich steigernder Nordwind die Costa Brava hinab schiebt. Das war die Theorie, praktisch sind wir 90% der Strecke wegen Windmangel mit Motorkraft gefahren. In Blanes angekommen, wollen wir auf günstige Bedingungen für die Überfahrt nach Mallorca warten. Für die Wettergötter formulieren wir schon mal unsere Wünsche, Wind aus West bis Nordost mit 3-4 Windstärken und Wellen um 1m Höhe. Also liebe Wettergötter, kriegt ihr das hin?

Mittwoch, der 7. September; Auf geht's - Kurs Cabo de Formentor.

Kurs 169°, Cabo de Formentor

Für die nächsten 24 Stunden ist die Fahrt nach Mallorca möglich, Ostwind von 3-4 Bft, der in der Nacht auf 0-2 Bft abnimmt und über Süd auf Nord drehen soll. Das sind leider nicht die Idealbedingungen, Ostwind bedeutet hoch am Wind zu segeln und vom Mistral der vergangenen Tage gibt es noch ungemütliche Wellen. Da aber für die nächsten Tage Südwind, quasi Gegenwind für uns, vorhergesagt wird, haben wir nur die Alternativen, heute fahren, in den nächsten Tage nur mit Motorkraft gegen den Südwind zu fahren oder mindestens 3-4 Tage auf bessere Bedingungen warten. Was nach dem Wochenende kommt wissen wir nicht. Somit entschließen wir uns heute um 10:30 Uhr zu starten. Mit dieser Startzeit und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 sm pro Stunde, sollten wir die Nordspitze Mallorcas zum Sonnenaufgang erreichen. Unsere erste Peilung ist Cabo de Formentor, von der Hafenausfahrt bis zum nördlichsten Zipfel von Mallorca, sind es 104sm bei einem Kurs von 169°. Auch steht auf dem Spitze ein Leuchtturm, dessen Licht eine Sichtbarkeit von 22sm hat, bei guter Sicht kann uns der Leuchtturm auf den letzten 30sm in der Nacht die Richtung weisen. 

Donnerstag, der 8. September; Müde auf Mallorca angekommen.

Die Sonne geht schon früh am Abend unter

Nach 23 Stunden und 118sm haben wir müde im Hafen von Pollensa angelegt. Die Überfahrt war sehr anstrengend, Heinrich unser Autopilot, kann einen am-Wind-Kurs nicht optimal steuern und so haben wir 2/3 des Weges selber gesteuert. Erst nachdem der Ostwind zusammengebrochen war, hat Heinrich die letzten 40sm Motorfahrt übernommenen. Am unangenehmsten waren die alten Mistral-Wellen, die mit großer Wucht gegen unsere Backbordseite klatschten. Höhere Wellen haben dabei jeden, der sich im Cockpit befand, mit einem Schwall Salzwasser geduscht. Bei 25° warmen Sommerwind in voller Offshore Montur mit nassen Händen, Haaren und Gesicht an der Windkante zu steuern, ist echt kacke. 

Cabo de Formentor sendet sein Willkommen Bumble-Bee

Daneben ist bei einer Nachtfahrt der Sonnenuntergang ein erhabenes Erlebnis. Dieser wird allerdings am nächsten Morgen vom Sonnenaufgang in den Schatten gestellt. Es ist für jemand, der das nicht erlebt hat schwer zu erklären. Eine mondlose Nacht auf See ist unheimlich. Das schwarze Wasser gurgelt und rauscht gespenstisch am Boot vorbei, alles bis auf den Sternenhimmel ist pechschwarz, man spürt den heulenden Wind im Gesicht, die Schaumkronen brechender Wellen sieht man erst dicht neben dem Boot, das dann von der Welle angehoben wird, um anschließend wieder ins Wellental zu rutschen. Für den Steuermann sind Kompass, Seekartenplotter und Windmesser die einzige Orientierung. Hier und da ziehen am Horizont die Lichter anderer Schiffe ihren Weg und auf dem eigenen Schiff fühlt man sich in solch einer Nacht sehr alleine. Wenn dann am Ende der Nacht ein erst zaghafter heller Schimmer immer größer wird, kann man es kaum erwarten, dass sich der obere Rand der Sonne endlich am Horizont zeigt und die unheimliche Nacht beendet. Nach der beschwerlichen Fahrt in der stockfinsteren Nacht war heute der Sonnenaufgang einer der besonderen Momente in meinem Segelerleben. 

Samstag, der 10. September; Urlaub und Entspannung auf Malle.

Ein Tag mit Hitze geht und die Nacht kommt

Wir machen Urlaub, bummeln durch den Touristenrummel, gehen zum Strand, schwimmen im Meer, studieren für den Abend die Speisekarten der Restaurants, schlendern über die Strandpromenade, machen am Nachmittag Siesta, sitzen bis Mitternacht mit einem Glas Wein im Cockpit und lesen. Es ist erstaunlich wie schnell die Tage verstreichen. Heute hat es am Vormittag den ersten Regen diese Reise gegeben, damit hat sich die Salzkruste auf unserer Bumble-Bee ohne Aufwand von selber erledigt. Pollença ist für uns eine neue Mittelmeer Erfahrung, beim Frühstück deutschsprachiges Insel-Radio zu hören, hatten wir am Mittelmeer bisher noch nicht. Heute hatte das Insel-Radio sogar als wichtige Nachricht verkündet, dass ein weiterer Aldi eröffnet hat. Irgendwie passt diese Nachricht zu der anscheinend hier unbeschwert lebenden deutschen Kolonie. Auch haben noch nie so viele Charteryachten in unserer Nähe gelegen. Alle mindestens 12m lang und oft mit 4-8 Männern belegt, die am Abend palettenweise Bierdosen schleppen. Überall hören wir deutsche oder englische Stimmen und in allen Geschäften wird mindestens englisch gesprochen. Bisher mussten wir irgendwie mit dem viel zu schnell gesprochenen Französisch oder mit einem etwas verständlicheren Spanisch zurechtkommen.  

Sonntag, der 11. September; Landgang nach Pollença.

In der Bucht Bahia de Pollença liegt der Bade- und Hafenort Port de Pollença, hier im Hafen haben wir angelegt. Der Ferienort liegt wunderschön vor den kargen Tramunatana-Bergen in einer geschützten, hufeisenförmigen Bucht und der helle Sand fällt flach ins seichte Wasser ab. Das ursprüngliche Fischerdorf hat sich noch etwas von seinem nautischen Flair erhalten. Beim Jachthafen erstreckt sich die Altstadt, in deren engen Gassen sich zahlreiche Restaurants und Geschäfte drängen. Die eigentliche Stadt Pollença liegt ca. 8 km weiter im Landesinneren und kann theoretisch gut per Bus oder Taxi erreicht werden. Allerdings nicht wenn Sonntag ist, jeden Sonntag findet ein großer Wochenmarkt statt und dann sind alle Busse überfüllt und so gut wie kein Taxi frei. Nachdem wir uns am Taxistand die Beine in den Bauch gestanden haben, waren wir nach einer gefühlten Ewigkeit auch an der Reihe. Pollença ist sehr sehenswert, die Häuser mit ihren Fronten aus Natursteinen, die engen Straßen und die berühmten Calvari-Stufen hinauf zur auf einem Hügel thronenden Kirche verströmen einen inseltypischen Charme, der einen sofort gefangen nimmt. Pollença ist ein recht exklusiver Ort mit vielen Kunstgalerien, Juwelieren, Ledergeschäften und Restaurants und natürlich am Sonntag einem lebhaften Wochenmarkt.

Montag, der 12. September; Dann wollen wir mal zur Umrundung starten.

Blick über den Hafen auf Colònia de Sant Pere

Nach drei Tagen Badeurlaub wollen wir heute weiterfahren. Wir wollen Mallorca im Uhrzeigersinn umrunden, damit führt uns unser Kurs erst einmal nach Osten. Als Ziel haben wir uns den kleinen Hafen der Colònia de Sant Pere ausgesucht. Es ist ein kleiner Ort im Nordosten der Insel und die Häuser des Ortes sind nur ein- bis zweigeschossig. Der Tourismus hat zwar auch hier schon Einzug gehalten, ist aber nicht auf hohe Besucherzahlen ausgelegt. Unterhalb der Promenade befindet sich der durch einen Wellenbrecher geschützte kleine Ortsstrand. Mittlerweile ist es auf dieser Reise ein tägliches Ritual geworden, vor dem Duschen am Abend zum Strand und im warmen Meer schwimmen. Auf dem Rückweg zum Hafen haben wir die Speisekarten der an der Uferpromenade liegen Restaurants gescheckt. Unsere Wahl fällt auf Paella mit Meeresfrüchten und Sonnenuntergang hinter den Tramunatana-Bergen.

Dienstag, der 13. September; Einmal um die Ecke zur Ostküste.

Porto Cristo in der Cala Manacor

Als zweiten Hafen unserer Umrundung steuern wir heute Porto Cristo an. Von Norden kommend verändert sich schon vor Porto Cristo die felsige Küste, sie ist durchsetzt mit unzähligen Höhlen und Felsüberhängen. Bei unserer Fahrt beobachten wir Kajakfahrer, die in einem Loch in der Küste verschwinden, um dann im übernächsten Überhang wieder herauszukommen. Weil in den Seekarten was von „Piratenhöhlen“ steht, haben auch sofort die entgegenkommenden Ausflugsboote eine Piratenflagge gesetzt. In der Vergangenheit lebten die Menschen aus Angst vor den Piraten im Hinterland und Porto Cristo war der Hafen von Manacor. Porto Cristo liegt an einer langen und geschützten Bucht, die der Fluss Riuet tief in den weichen Kalkstein geschnitten hat. Beim ersten Blick in die Bucht gefällt uns Porto Christo sofort, der Ort zieht sich um die gesamte Cala Manacor und wir legen an der Promenade vor dem älteren Ortsteil des ehemaligen Fischerortes an. Hier bleiben wir zwei Tage, Porto Cristo verfügt über eine sehenswerte Altstadt, einen kleinen Badestand neben dem Hafen und das touristisch erschlossene Höhlensystem der Coves del Drac.

Donnerstag, der 15. September; Zum größten Naturhafen Mallorcas.

Unser heutiges Ziel, Porto Colom liegt am größten Naturhafen Mallorcas. Hinter einer schmalen Öffnung in der Steilküste liegt eine große Bucht, es ist fast schon ein kleiner Binnensee. Die Stadt teilt sich in einen Altstadtbereich rund um den Naturhafen, der von vielen als einer der am besten erhaltenen Altstadtkerne Mallorcas angesehen wird sowie der touristisch geprägten Urbanisation rund um die Badebucht Cala Marcal. Der Naturhafen gefällt uns sehr, nur das hohe Lob auf die Altstadt finden wir etwas übertrieben. Auch behauptet Porto Colom von sich, Geburtsstätte des Seefahrers Christoph Columbus zu sein. Insbesondere der Name der Gemeinde wird als Beweis angegeben. Neben Genua gibt es viele Orte, die behaupten der Geburtsort von Columbus zu sein. Auch, die auf unserer Korsika Reise besuchte Stadt Calvi, behauptet Geburtsort von Columbus zu sein, immerhin gehörte Calvi damals zu Genua. Für eine spanische aber nicht unbedingt mallorquinische Herkunft von Kolumbus spricht, dass er die meisten seiner Dokumente in kastilischer oder lateinischer Sprache verfasst hat. 

Samstag, der 17. September; Wo habe ich meine Socken?

Passantensteg in Porto Colom

Es ist in dieser Woche jeden Tag etwas kühler geworden und heute sind es am Nachmittag nur noch 26° im Cockpit, bei bedecktem Himmel und böigem Wind. Damit sind zum erstmals auf dieser Reise lange Hose, leichte Jacke und Socken angesagt, dabei wollten wir barfuß rund um Mallorca. War es noch vorgestern der höchste Genuss am Abend kalt zu duschen, so sind wir heute wieder zum Warmduscher mutiert. Vorsorglich hatten wir heute beschlossen noch eine Nacht in Porto Colom zu bleiben, denn es ist auch wieder unser wöchentlicher Großeinkauf fällig. 

 

Sonntag, der 18. September; Cabrera kann uns mal.

Unser Plan für Montag und Dienstag war der Besuch des Naturschutzgebietes Cabrera. Es ist eine kleine Inselgruppe vor dem Südostzipfel Mallorcas. In der Cala Puerto de Cabrera sind für die Besucher Bojen ausgelegt. Eine Boje muss man zuvor im Internet (http://de.balearsnatura.com/home/) buchen und bezahlen. Diese Seiten gibt es auch auf deutsch und die Liste der verbotenen Nutzungen und Aktivitäten ist für ein Naturschutzgebiet selbstverständlich. Erst bei der eigentlichen Buchungsprozedur, die es nur in spanisch oder englisch gibt steht im Kleingedruckten "No animals landing" also unser Bordhund wird zum Problem. Ich habe dann noch versucht telefonisch die Frage zu klären "kann denn unser Bordhund wenigstens kurz für sein Geschäft an Land?" Aber die Antworten der Ranger: "It is forbidden, but it is your decision!" war nichtssagend und butterweich. Dann eben nicht und wir haben die gleiche stumme Antwort wie bei einem Wirt, der unseren Bordhund nicht hineinlässt, er kann uns mal. Es gibt genug andere Restaurants und interessante Naturschutzgebiete. Zu dem Ärger kommt noch hinzu, dass heute typisches Sonntagswetter ist, den ganzen Tag über bedeckt mit Regenschauern und erst am Abend kommt etwas die Sonne zwischen den Wolken zum Vorschein. Das richtige Wetter, um mit einem guten Buch sowie einer Tasse Kaffee im Hafen zu bleiben und zu lesen. 

Montag, der 19. September; Wir ankern in der Cala Mondragó.

Als Ersatz für Cabrera haben wir uns für heute die Cala Mondragó als Ankerbucht ausgesucht. Ein „Geheimtipp“ ist diese Cala an der Ostküste schon lange nicht mehr, aber ein Kleinod für die Liebhaber ursprünglicher Landschaften ist sie geblieben. Türkisfarben das Meer, zwei kleine und feine Sandstrände (130 und 230 Meter lang) und beide führen flach ins warme Meer. Auch wurden wir heute nach dem trüben und kühlen Sonntag von einem wolkenlosen Himmel geweckt und die Windrichtung hat von östlichen Richtungen auf westliche Richtungen gedreht. Damit wird eine Nacht am Anker, in den nach Osten offenen Cala, ohne unangenehmes schaukeln möglich. Wir erreichen die Cala Mondragó zur Mittagszeit und können uns noch einen schönen Platz aussuchen, bevor sich am Nachmittag die Bucht weiter füllt. Hier verbringen wir einen wunderbaren und geruhsamen Badetag. Am Abend liegen wir gemeinsam mit 14 anderen Jachten in der Bucht. 

Dienstag, der 20. September; Hier waren wir bereits vor 40 Jahren.

Auch wenn die heutige Etappe nur 1,9sm beträgt, so müssen wir einfach versuchen einen Platz an der kurzen Mole von Cala Figuera zu ergattern. Denn wir haben gestern hin und hergerechnet, alte Erinnerungen gewälzt und diese in eine zeitliche Reihenfolge gebracht. Dabei sind wir zum Ergebnis gelangt, genau vor 40 Jahren hatten wir einen gemeinsamen Urlaub in Cala Figuera verbracht. Außer der einmaligen Lage, und dem Fischerhafen sind nicht mehr viele Erinnerungen präsent. Nur eine Erinnerung ist fest im Gedächtnis verankert. So waren wir vor 40 Jahren oft zum Baden mit einem kleinen Passagierboot in die Cala Mondragó gefahren. An einem Tag war das Boot gegen hohe Wellen gefahren und uns wurde so was von übel. Heute wissen wir, wenn im Löwengolf der Mistral tobt, können an der Nord und Ostseite Mallorcas stattliche Wellen auftreten. Damals glaubten wir, die Übelkeit liege am abendlichen Genuss alkoholhaltiger Getränke. Als Geschenk für die Wiederkehr nach 40 Jahren ergattern wir auch den letzten freien und nicht reservierten Platz. Jedem Besucher, ohne so viel Glück, raten wir telefonisch beim Hafenmeister einen Platz an der Mole zu reservieren. Der Ort ist sehr sehenswert und an der Mole gibt es nur 5-6 Plätze. 

Mittwoch, der 21. September; Zum Südostzipfel

Dünen am Strand von La Rapita

Heute geht es weiter nach La Rapita, obwohl die Besatzung einer Charterjacht gestern in Cala Figuera keine guten Worte zu ihrer Übernachtung im Club Náutico Sa Rapita fand. Aber Erfahrungen muss jeder selber machen. Nachdem uns nach der Mittagspause ein Platz zugewiesen wurde und wir angelegt haben können wir alle negativ Punkte bestätigen. Unangemessen teuer, schlechter Service und rappelvoll. Dann war das Personal nicht in der Lage unsere Länge von 34 Fuß in Meter zu rechnen und uns wurde zuerst ein Liegegeld für eine 12-13m Jacht präsentiert. Als das rechthaberische Hafenpersonal endlich ihren Fehler erkannt hat, wurde uns ohne Entschuldigung eine neue Rechnung übergeben. Wieso wir die 71€ für eine Nacht nicht mit Karte bezahlen können, ist uns trotzdem noch vollkommen schleierhaft. Dabei kann La Rapita in keiner Weise auch nur ansatzweise mit den bisher besuchten Städtchen mithalten. Das einzig positive ist ein schöner Strand mit Dünen, die sich östlich am Hafen direkt anschließen.

Donnerstag, der 22. September; Eigentlich wollten wir heute nach Palma.

Cabo Blanco, noch einmal um die Ecke zur Bahia de Palma

Wir haben für heute Palma als Ziel in das See-Navigationssystem eingegebenen und so steuern wir bei annähernder Windstille den Hafen von Palma an. Hafen ist etwas untertrieben, im Bloc Marine sind zwei Yacht-Clubs und vier Häfen im Hafenbereich für Jachten aufgeführt. Unser erster Anlaufpunkt ist der "Club de Mar Mallorca". Nach vier Stunden Motorfahrt haben wir die Hafenmole passiert. So ein Durcheinander auf dem VHF-Hafenkanal 9, ist für uns neu. Alle 6 Jachthäfen sind auf Kanal 9 präsent und es ist ein heilloses Durcheinander, anscheinend redet hier jeder mit jedem auf Kanal 9. Als endlich einmal für wenige Sekunden auf Kanal 9 eine Laberpause auftritt, rufen wir den Club de Mar Mallorca an. Die Antwort kommt prompt und eindeutig: "sorry we are complete". Bei zwei weiteren Häfen erhalten wir einmal keine Antwort und eine weitere Absage. Heute ist Herbstanfang und das haben wir nicht erwartet. Um Palma noch zu besichtigen, beschließen wir bis zum nächstgelegenen und für unsere Jacht geeigneten Hafen zurück zufahren und von dort aus über das Internet einen Liegeplatz in Palma zu buchen. Es ist der Club Maritimo San Antonio de La Playa in Ca'n Pastilla. Hier erhalten wir auch sofort auf unsere Anfrage über den Seefunkkanal 9 die Antwort, ja sie haben einen Platz für zwei Nächte. Wir werden auch sofort von einem Mitarbeiter auf einen schönen Platz eingewiesen. Das entschärft ein wenig den Lärm der startenden Flugzeuge, denn der Hafen liegt unweit der Start- und Landebahn des Flughafens Palma de Mallorca. Ca'n Pastilla würden wir nun nicht gerade als den Super-Urlaubs-Ort auf Mallorca bezeichnen, die Nähe zum Ballermann ist schon spürbar, der Lärm der startenden Flugzeuge nervt tagsüber, aber dafür ist der bis El Arenal rechende Strand traumhaft. Ein sehr feinkörniger und heller Sand vor einem türkiesfarbigen und babybadwarmen Meer, an dem wir den Nachmittag verbringen. 

Freitag, der 23. September; Was uns heute passiert ist, das glaubt Ihr nicht. 

Auch wenn wir gestern noch über das Internet um einen Platz im Hafen von Palma für Samstag und Sonntag nachgefragt haben, so starten wir trotzdem heute zu einer Besichtigung vom Palma. Für 1,50€ pro Person fährt von Ca'n Pastilla die Buslinie 15 bis zur Kathedrale. Die wir auch von außen besichtigen, nur hinein gelangen wir nicht. Denn es liegen vier Kreuzfahrtschiffe im Hafen und dementsprechend lang ist auch die Schlange vor dem Eingang. Somit nutzen wir die Kathedrale als Ausgangspunkt für einen schönen Rundgang kreuz und quer durch das Zentrum vom Palma. Es ist eine sehr schöne Stadt mit eigenem Flair, die sich nicht hinter den anderen faszinierenden spanischen Städten verstecken muss. Nur ein Unterschied zu Barcelona fällt uns direkt ins Auge. So ist Barcelona durch viele junge Menschen geprägt und wahrlich nicht das Altersheim von Spanien, in Palma ist es eher das Gegenteil. In der Altstadt fallen uns besonders die schönen Innenhöfe und die teilweise verglasten Balkone auf. In dieser Form kennen wir das noch nicht. Den Rundgang beenden wir nach der Markthalle mit einem Eiskaffee, bevor wir mit dem Bus zurückfahren.

Neuer Platz im Club Maritimo San Antonio de La Playa in Ca'n Pastilla

Als wir müde und mit schweren Beinen kurz vor 15 Uhr aus Palma zurück im Hafen waren und vor unserem Liegeplatz standen, da trauten wir unseren Augen nicht. Unsere Bumble-Bee mit unserem Hund, den wir an Bord gelassen hatten, war nicht an ihrem Platz. Sofort sind wir im Dauerlauf zum Hafenbüro gelaufen. Dort erklärte man uns, das Hafenpersonal habe uns gestern auf einen der Plätze des lokalen Charter-Unternehmen gelegt und dem waren wir heute im Weg. Somit wurde unsere Yacht vom Hafenpersonal an einen anderen Platz verlegt, es sei aber alles in Ordnung. Das haben wir dann an Bord gesehen, die Deppen haben den 5-ten Festmacher (das Stromkabel) nicht gelöst und bei der Verlegung einfach das Kabel aus unserem Stecker gerissen. Obendrein wurde dann das abgerissen Kabel einfach ins Cockpit geworfen. Spezialisten leisten eben immer etwas Besonderes. So etwas bei einem Liegegeld von 61€, ist für uns in keiner Weise akzeptabel und einfach nur unverschämt. 

Samstag, der 24. September; Wir haben einen Platz in Palma.

Lang sind die Wege im Hafen

Bei drei Häfen, Club de Mar Mallorca (hat seine Absage bestätigt), Marina Port de Mallorca (hat nicht geantwortet) und bei dem Real Club Nautico de Palma haben wir einen Liegeplatz angefragt. Bereits eine Stunde nach der Anfrage hatten wir vom Real Club Nautico de Palma eine Reservierung für das Wochenende. Auch die Ankunft im Hafen war vorbildlich, kurz über UKW Kanal 9 angemeldet, wurden wir auch sofort vom Hafenpersonal empfangen und zum Liegeplatz geleitet. Nur Petrus hat sich für heute vorgenommen die leeren Trinkwasserspeicher vom Mallorca etwas nachzufüllen. Kurz nach unserer Ankunft beginnt es für den restlichen Tag zu regnen, der bis nach Einbruch der Dunkelheit anhält. Damit gibt es für heute nur einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt.

Sonntag, der 25. September; Rundgang durch Palma.

Waren die bisherigen Rundgänge durch Palma eher vom Ansatz "dort sieht es interessant und schön aus, gehen wir mal da entlang" geprägt, so wollen wir heute nach Plan die Stadt besichtigen. Palma ist eine sehr alte Stadt. Als 123 v. Chr. die Römer Mallorca eroberten, hat der römische Konsul als erste Amtshandlung die Stadt Palma (Palmaria Palmensis) gegründet. Aus der römischen Zeit gibt es keine Gebäude in der Stadt, aber aus der arabisch-islamischen Zeit. Palma wurde 903 von den Arabern erobert. Aus dieser Zeit gibt es als eines der wenigen erhaltenen Beispiele der maurischen Architektur das arabische Badehaus (Banys Arabs) in der Altstadt zu besichtigen. Nach dem Gang durch die Gewölbekammern des Badehauses finden wir einen Platz im herrlichen Garten mit Kakteen, Palmen und Orangenbäumen. Der Garten ist eine Oase der Ruhe und Entspannung inmitten der lebhaften Stadt und es fällt uns schwer aufzubrechen um zur Kathedrale La Seu zu gehen. Nach der Befreiung von der Maurenherrschaft begannen die neuen Herrscher mit dem Bau der Kathedrale auf dem Platz einer islamischen Moschee, die Grundsteinlegung erfolgte 1230. Trotz fehlender „richtiger“ Türme gehört die Kathedrale zu den wichtigsten Bauwerken gotischer Stilrichtung. Heute am Sonntag ist die Besichtigung erst am Mittag nach dem Gottesdienst erlabt und somit auch keine Warteschlange vor dem Eingang. Vorbei an der ehemaligen Seehandelsbörse (Sa Llotja) beenden wir die Besichtigungen für heute.

Mittwoch, der 28. September; Heinrich, unser Autopilot ist kaputt. 

Reparatur am Mast

Bei einer der letzten Fahrten machte es nur knirsch und knack und unser Autopilot hörte auf zu steuern. Steuermotor und Elektronik funktionieren noch, aber das Ruderblatt wird nicht mehr bewegt. Damit mussten wir am Wochenende die Frage klären, machen wir die 24-stündige Rückfahrt zum Festland ohne Autopilot oder lassen wir ihn hier reparieren. Da Palma nicht gerade der schlechteste Ort ist, an dem wir auf eine Reparatur warten, war die Antwort schnell gefunden. Somit habe ich Heinrich ausgebaut und zu einer Fachwerkstatt gebracht. Die Fehleranalyse bestätigte auch meine Vermutung, das Getriebe zwischen Steuermotor und Antrieb hat sich verabschiedet. Mit den zuversichtlichen Worten im Ohr "Ich bestelle sofort ein Ersatzteil, am Mittwoch ist alles repariert" planen wir unsere weitere Reise. Wenn Heinrich am Mittwoch wieder heile ist, können wir am Donnerstag nach Port Andratx fahren und von dort die Rückfahrt nach Barcelona starten. Und wenn wir schon mal Zeit haben, dann können wir auch die Birne des Deckstrahlers ersetzen.

Donnerstag, 29. September; Wir sind unter Niveau und nicht Willkommen.

Wir ankern vor Port Adriano

Leider ist es anders als gehofft gekommen. Raymarine Ersatzteile werden aus England geliefert und das hat einen Tag länger gedauert. Damit waren wir heute erst um 16 Uhr klar zur Abfahrt. Ausgerechnet heute ziehen sich die 20 sm bis Port Andratx und dann gibt es noch ein Gewitter über dem Land. Das Navigationssystem berechnet für die Ankunft in Andratx 20 Uhr, somit nach Sonnenuntergang. Um nicht noch weiter in die Richtung des Gewitters zufahren beschließen wir die Fahrt in Port Adriano zu beenden. Aus dem Reiseführer war uns klar, dass Port Adriano sich ganz unverhohlen dem Luxus gewidmet hat und als gehobener Hafen für Superjachten bezeichnet wird. Im Bloc Marine waren aber für den Hafen 488 Liegeplätze und davon 96 Plätze für Besucher aufgezählt und wir können die heutige Fahrt 90 Minuten früher und noch mit Tageslicht beenden. Auf meine Anfrage über den Hafenkanal 9 kommt auch prompt die Antwort: "sir, we don't have any places". Das war das klarste und verständlichste Englisch dieser Reise, nur der Inhalt war nicht befriedigend. Entweder ist die Zahl der Besucherplätze im Bloc Marine falsch oder Reisende wie wir, sind nicht willkommen. Kurz entschlossen haben wir neben einer britischen Segeljacht vor dem Hafen für die Nacht geankert.

Freitag, 30. September; Port Andratx, hier ist es schön.

Port Andratx

Die letzte Nacht war, wie der Ankerplatz vermuten ließ, nicht sehr erholsam. Das Meerwasser war trüb und so konnten wir nicht sehen, was wir für einen Ankergrund hatten. Die lauten Geräusche der Ankerkette, wenn sie über den Grund schleifte, lassen uns vermuten es war Geröll und Felsen. Zusätzlich zur Unsicherheit des Ankergrundes wurden wir von den reflektierten Meereswellen unangenehm hin und her gerollt. Die Rollbewegung (schaukeln nach links und rechts) ist dabei viel unangenehmer als das Stampfen, wenn die Wellen auf den Bug zulaufen. Nach so einer Nacht hatten wir am Morgen nur noch einen Gedanken - nix wie weg! Ohne Frühstück haben wir den Anker eingeholt und sind die wenigen Seemeilen nach Port Andratx gefahren. Im Gegensatz zum wenig gastfreundlich Port Adriano, gefällt es uns hier sofort und wir erhalten auch im Hafen einen schönen Liegeplatz mit einem Rundumblick über die Bucht. Die Haupt-Attraktion von Port Andratx ist die, von Bergen umgebe, traumhaft schöne Lage in einer geschützten Bucht. Viele halten es für den hübschesten Hafen des Mittelmeers – auf jeden Fall ist es der richtige Ort, um heute meinen Geburtstag zu feiern. Auch die vielleicht etwas ungewöhnliche Wahl einer Pizza als Geburtstagsmenü war eine gute Wahl. Wir sind nur uneins, ob es die beste Pizza der letzten 5 oder 10 Jahre war. 

Samstag, der 1. Oktober; Zurück zum Festland, Kurs Barcelona.

Cabo Llebeitx sendet sein goodbye Bumble-Bee

Obwohl wir in Port Andratx gerne noch ein paar Tage geblieben wären, so sind wir heute am Vormittag zur Überfahrt zum Festland mit Kurs Barcelona gestartet. Die Aussicht auf moderaten Rückenwind und geringen Wellen wollen wir nutzen. Dementsprechend verlief auch die Überfahrt sehr entspannt. An Tag und die erste Hälfte der Nacht hat stellenweise zu den Segeln unseren Motor mit geringer Drehzahl etwas mitgeschoben um die Reisegeschwindigkeit von 5-6 kn zu halten. Die zweite Nachthälfte war danach windstill, erst auf den letzten 20 sm vor Barcelona kam guter Segelwind auf. Nur die Nacht ist der Jahreszeit entsprechend sehr lang, die Sonne geht vor 20 Uhr am Abend bereits unter und geht erst wieder um 7:30 Uhr am Morgen auf. Der Kurs von Mallorcas Südwest-Ecke nach Barcelona ist dafür einfach immer nur Richtung Norden, wobei uns bis Mitternacht ein Gewitter über dem Festland mit seinem Wetterleuchten den Weg gewiesen hat. In der zweiten Nachthälfte zeigte sich zuerst eine immer heller werdende Lichtkuppel über der Großstadt Barcelona, bevor die Lichter der Stadt wie ein helles Band am Horizont erschienen. Nur die Reparatur unseres Autopiloten war unnütz. Schmutz hat das kleine Flügelrädchen zur Messung der Geschwindigkeit blockiert und mit einer "Fahrt durch das Wasser Geschwindigkeit" von 0 kn kann die Steuerelektronik keinen Kurs berechnen und halten. 

Sonntag, der 2. Oktober; Was ist denn das für eine Sauerei.

Liegen in der ersten Reihe des Port Olympic de Barcelona

Nach 115 sm und 23 Stunden haben wir müde vor dem Büro des Hafenmeisters des Port Olimpic de Barcelona angelegt. Zu der Erleichterung der bewältigten Überfahrt gesellte sich auch ein großes Entsetzen. Wir sind in der Dunkelheit durch irgendeine Wasserverschmutzung gefahren, die in einer Welle über das Vordeck gespritzt ist. Es sieht aus, als ob ein Riese mit Durchfall einmal seinen hellbraunen Dünnpfiff über unser Deck gesprüht hat. Dabei ist meine Vermutung, wenn Altöl und Wasser verrührt werden, entsteht als Emulsion eine ekelige braune Creme, die unser gesamtes Vorschiff versaut hat. Am Nachmittag haben wir zwei Stunden geputzt und geschrubbt und konnten nicht alles entfernen. Leichte hellbraune Flecken sind geblieben. Wir hoffen, dass die Verschmutzung nicht UV stabil ist und die restlichen Rückstände von Sonne und Regen erledigt werden. Ungeachtet der Sauerei ist es hier auch wieder so schön wie auf der Reise im Frühsommer, Sonntage haben in Barcelona und hier im Hafen ihren besonderen Flair. Das Einzige, was uns sofort ins Auge fällt, es ist hier kühler als es auf Mallorca war. Die Spaziergänger tragen wieder lange Hosen, Socken und haben am Abend auf dem Weg zum Restaurant eine leichte Jacke dabei. Das wäre vor zwei Tagen noch viel zu warm angezogen gewesen. 

Dienstag, der 4. Oktober; Der Kreis ist geschlossen.

Abendsonne am Felsen Sa Palomera

Nach zwei Tagen in Barcelona sind wir heute nach Blanes gefahren. Hier schließt sich unser Kreis um Mallorca, vor 27 Tagen waren wir von hier aus Richtung Mallorca gestartet. Eigentlich wollte ich an dieser Stelle beschreiben, wie unglaublich ruhig die Nächte im Port Olimpic de Barcelona sind. Aber in der letzten Nacht wurden wir von grölenden Partygästen geweckt. Dann werde ich eben nicht, die für eine Metropole unerwartete Nachtruhe im Port Olympic, besonders hervorheben. In Blanes angekommen spüren wir im Gegensatz zu den letzten Häfen auf Mallorca oder Barcelona sehr deutlich das Ende der Saison. Dafür konnten wir beim heutigen Abendspaziergang mit unserem Bordhund über den Strand zum Felsen Sa Palomera gehen und im Windschatten des Felsens die Abendsonne genießen.

Mittwoch, der 5. Oktober; Langsam wird es kühler.

Fischmarkt in Palamós

Das Wetter hat schon seit einer Woche vom stabilen Sommerwetter zum wechselhafteren Wetter gewechselt und wir verlassen Blanes nach einer Nacht. Heute soll es sonnig sein, morgen den ganzen Tag regnen, bevor es am Freitag wieder einen Tag trocken und sonnig wird. Das Wetter ist herbstlich und wir wollen die Tage mit gutem Wetter für die weiteren Etappen nutzen. Das heutige Ziel ist die Stadt Palamós, auch hier merkten wir noch deutlicher, dass die Sommersaison vorüber ist und der Herbst angefangen hat. Es sind nur noch wenige Touristen im Stadtzentrum unterwegs, obwohl ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt. Wir können sogar ohne Gedränge durch die Fischmarkthalle gehen.

Freitag, der 7. Oktober; Wir kaufen noch einmal 5 Liter Sangria.

Nach dem Sommer erwacht die Tierwelt

Nachdem es wie vorhergesagt gestern geregnet hatte, gibt es heute wieder einen regenfreien Tag, den wir zur Weiterfahrt in die Bucht von Roses nutzen. Als Zielhafen wählen wir L'Escala, in Hafennähe verkauft ein Supermarkt seinen Sangria literweise aus dem Fass. Dieser Sangria schmeckt besonders gut und ein abendliches Glas wird gewiss, die mit dem Ende des Sommers verbundene, Melancholie vertreiben. Nur der Wetterbericht sagt für unsere weitere Reise nach Norden ungeeigneten Wind vorher. Es soll im Löwengolf Mistral geben und dann wollen wir das Cap de Creus nicht passieren. Das Kap bildet den östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel. An dieser Stelle enden die Pyrenäen, die sich hier 10sm weit als Halbinsel ins Mittelmeer erstrecken. Für den Mistral sind die Pyrenäen ein Hindernis und der Wind quetscht sich außen am Kap vorbei. Das führt zu einer beachtlichen Verstärkung des Windes (Kapeffekt) auf dem Wasser. Bei diesen Bedingungen werden wir dort nicht segeln, schon gar nicht gegen den Wind.

Mittwoch, der 12. Oktober; Für ein paar Stunden Südwind.

Kurz vor dem Regen in Port Bou angekommen

Nachdem wir fünf Tage in L'Escala auf ein Ende des Mistrals gewartet haben, gibt es heute wenige Stunden mit Wind aus südlichen Richtungen, den wir für die Cap de Creus Passage nutzen. So schön wie die Tage im Sommer hier auch waren, so strahlt auch L'Escala in Hafennähe und am Hauptstand eine leichte Nachsaison-Tristesse aus. An der Strandpromenade sind nur noch wenige Geschäfte und Restaurants geöffnet, es sind kaum Touristen unterwegs und am Strand wird alles abgebaut. Nur in der Altstadt sind alle Geschäfte und Restaurants geöffnet und hier sind auch die Straßen belebt. Aber der Weg vom Hafen zur Altstadt ist uns für einen Restaurantbesuch dann doch zu weit. Damit freuen wir uns endlich weiter zufahren und steuern unser Tagesziel, der Hafen von Port Bou an. Hier sollten vor 16 Uhr ankommen, wenn wir nicht im Regen fahren wollen. Laut Wetterbericht wird am Nachmittag ein Sturmtief von der südlichen Biskaya ins westliche Mittelmeer ziehen und bis Freitag dem westlichen Mittelmeerraum Gewitter, starke Regenschauer und im Löwengolf Sturm bringen. Wenn die Schlechtwetter Phase vorüber ist, wollen wir von Port Bou in einer letzten Etappe direkt nach Port-Saint-Louis-du-Rhône fahren.
 

Freitag, der 14. Oktober; Das muss man nicht wirklich erleben.

Die Mole liegt normalerweise 1m über dem Wasser

Wir haben einen Horrortag und -nacht überstanden. Wie im Seewetterbericht vor zwei Tagen vorhergesagt wurde, ist ein Sturmtief ins westliche Mittelmeer gezogen, es hat uns am Mittwochabend und in der folgenden Nacht sehr viel Regen beschert. Gestern hat das abziehende Tief einen heftigen Oststurm mit 9-10 Windstärken im Löwengolf ausgelöst. Der Sturm hat dann vergangene Nacht 7m hohe Wellen aufgetürmt, die nach Westen auf Port Bou zugelaufen sind. Hier an den Ausläufern der Pyrenäen sind immer noch 5m hohe Wellen angekommen. Nun liegt Port Bou in einer nach Osten offenen und sich seitlich verengenden Bucht, gleichzeitig steigt der Meeresboden innerhalb der Bucht von 40m Tiefe kontinuierlich bis zum Strand an.

Auf dem Weg zur Stadt gibt es eine gratis Dusche

Jede Welle, die in die Bucht hinein läuft, wird von unten und an den Seiten gestaucht. Wodurch das Wasser nur nach oben ausweichen kann und einen gigantischen Brecher bildet. Jeder Brecher, der außen am Hafen vorbeiläuft erzeugt durch Reflexionen noch über 1m hohe Wellen im normalerweise gut geschützten Hafen. Wir liegen mit dem Heck an der Passantenmole, haben drei Mooringleinen am Bug belegt, und 8 Leinen vom Heck zur drei Meter entfernten Mole gespannt. Mit uns liegen hier noch eine belgische und eine französische Jacht, bei jeder Welle führen die drei Boote Sprünge wie bockende Mustangs auf. Für uns und die anderen Besatzungen war es in den letzten 24 Stunden damit unmöglich das Boot zu verlassen. Zu unserer Unterstützung war die ganze Zeit auch das Hafenpersonal anwesend. Selbst in der Nacht waren zwei Mitarbeiter im Hafen und haben jede halbe Stunde einen Kontrollgang gemacht, obwohl unsere Mole von jeder größeren Welle knietief überspült wurde. Für die Kommunikation standen die Besatzungen der Boote und die Hafenmitarbeiter pausenlos auf Funkkanal 9 in Kontakt. Geschlafen hatte keine Besatzung, alle haben bestenfalls ein wenig in voller Offshore-Montur geruht. Erst heute nach Sonnenaufgang haben die Wellen langsam abgenommen, ab Mittag war es erstmals möglich an Land zu gehen. Unser armer Bordhund Charlie hat sich darüber wahnsinnig gefreut. Unsere Schadensbilanz ist eine durchgescheuerte Mooring-Leine und vier gerissene Festmacher. Und wir mussten eine Tablette gegen Seekrankheit nehmen. Es zeigten sich Ansätze der Seekrankheit im Hafen wohlgemerkt, normalerweise halten wir einiges aus. Heute am Abend ist endlich wieder alles normal und wir freuen uns auf eine geruhsame Nacht im Bett.

Sonntag, der 16. Oktober; Wir sind in Port-Saint-Louis zurück.

Die Kameraden verlassen den Hafen

Nachdem wir die Nacht von Freitag auf Samstag sehr gut geschlafen hatten, wurden wir am Samstag mit Sonnenschein und günstigem Segelwind für unsere letzte Etappe geweckt. Für Samstag und Sonntag sind gute Bedingungen für die letzten 100sm bis Port-Saint-Louis-du-Rhône vorhergesagt. Da wir für die Strecke ca. 20 Stunden planen und erst nach Sonnenaufgang ankommen wollen, können wir uns mit der Abfahrt bis 14:00 Uhr Zeit lassen. Das ist auch gut so, denn neben einem letzten Einkauf in Port Bou benötigen die drei Bootsbesatzungen viel Zeit um sich untereinander und von den Hafenmitarbeitern zu verabschieden. Es stärkt den Glauben an die Segler und Motorbootfahrer, wenn man erlebt, wie eine gemeinsam überstandene Bedrohung, zuvor fremden Menschen in Kameraden verwandelt. Nur bis zur geplanten Abfahrtzeit haben wir es nicht ausgehalten, voller Tatendrang sind wir kurz vor 13 Uhr gestartet. Unser Kurs ist 55°, ungefähr Nordost und mit Wind aus Süden ist die Fahrt auf den ersten 20sm das reinste Vergnügen.

Ein kleiner fliegender Fisch ist an Bord gelandet

Der Kapeffekt der Pyrenäen hat den Südwind so sehr verstärkt, dass wir nicht wie geplant mit 5kn vorankommen sind, sondern mit 7-8kn über das Meer rauschten. Das Navigationsgerät hat damit eine voraussichtliche Ankunft zwischen 3 und 4 Uhr in der Nacht berechnet. Leider war nach den ersten 20sm nicht nur der Kapeffekt weg, es hat auch der Wind auf Ost gedreht. Wenn wir hoch am Wind gegen die Wellen fahren müssen, dann kann unsere Bumble-Bee diese Geschwindigkeit nicht halten. Damit haben wir am Ende der Etappe sogar eine halbe Stunde länger gebraucht als geplant. Bis auf die Tatsache, das beim Stampfen gegen die Wellen ein Draht des Windmessers an einer Klemme gebrochen ist und damit auf den letzten 30sm keine Windrichtung und Stärke dem Steuermann angezeigt wurde, war es eine ruhige Fahrt in einer herbstlichen Vollmondnacht.

Donnerstag, der 20. Oktober; Wir dürften jetzt nach Hause fahren.

Unspektakulär mündet die Rhône in das Mittelmeer

Da uns vor sieben Wochen eine Nachbarin mit den Worten "Tschüs bis zum Winter" verabschiedet hatte, könnten wir jetzt nach Hause fahren. Ihr Wunsch hat sich für das Rheinland erfüllt. Der Wetterbericht sagt für unseren Wohnort im Rheinland Regen und Tagestemperaturen von 5° bis 11° vorher, das ist für mediterrane Gebiete gefühlter Winter. Auch wenn es hier am Morgen nur noch frische 13° sind, vom nächtlichen Tau unsere Bumble-Bee außen nass ist und wir uns kalte Füße beim ersten Gang zur Toilette holen, so beschert uns der Nordwind wolkenlose Tage und die Sonne treibt schnell die Höchsttemperatur über 20°. Vor der Wahl gestellt, gefühlter Winter im Rheinland oder Sonnenschein in der Camargue fällt die Entscheidung leicht, wir bleiben noch ein paar Tage. Wir gehen lieber mit Charlie in der Sonne am Plage Napoleon bis zur Mündung der Rhône als am Rheindamm im Regen spazieren. Das heimatliche Wetter, das nur mit einem gemütlichen Kaminfeuer, mit leckerem Glühwein oder einem guten Rotwein erträglich ist, muss noch etwas auf uns warten.

Fazit der Reise

Auf dieser Reise haben wir die faszinierende Insel Mallorca besucht und sind mit einer Vielzahl neuer Eindrücke heimgekehrt. Sonne satt, goldfarbene Strände, spektakuläre Gebirgsformationen und jede Küstenregion besitzt einen besonderen Charme. Wobei man nur wenige Seemeilen um ein Kap fährt und eine andere Küstenformation erlebt. Die von uns besuchten Städte und Orte haben alle ihren eigenen Reiz und es wäre ungerecht einen Ort als den schönsten hervorzuheben, mit der Ausnahme der Inselhauptstadt Palma. Palma ist mit rund 400.000 Einwohnern eine Großstadt, die jeden Besucher sofort in ihren Zauber zieht. Das jährliche Bevölkerungswachstum von 2,5% ist vor allem durch die starke Zuwanderung von Ausländern bedingt. Derzeit sind 52% der Einwohner auf den Balearen gebürtig, 25% der Einwohner sind im übrigen Spanien und 23% im Ausland geboren. Obwohl weniger als 2% der Einwohner die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, gibt es ein vielfältiges Angebot, das sich speziell an das deutschsprachige Publikum richtet. Man findet überall deutsche Ärzte, Kliniken, Geschäfte und ein deutschsprachiges Inselradio, das auf den UKW-Frequenzen 95.8MHz und 96,9MHz sendet. Neben den beiden deutschen Wochenzeitungen Mallorca Zeitung und Mallorca Magazin informiert der Sender in deutscher Sprache über Neuigkeiten vorwiegend von Mallorca, Deutschland und der Welt.

Neben den atemberaubenden Landschaften und Städte waren die Begegnungen mit den Menschen schon etwas differenzierter. Ganz seltsam empfanden wir das Verhältnis zu den Charterjachten mit deutscher Besatzung. Oft war es einfacher mit den Seglern einer englischen oder französischen Eignerjacht ins Gespräch zu kommen als mit der deutschen Crew einer Charterjacht. Manchmal hatten wir den Eindruck, wir werden als Eigner von den Chartercrews durch vollständiges Nichtbeachten bestraft. Auf der anderen Seite konnten wir oft ein leichtes Grinsen nicht verbergen, wenn beim Hafenmanöver vier Männer chaotisch durcheinander rufend herumwirbelten und vier Frauen unbeteiligt im Cockpit sitzen. Was dann Christine mitunter mit der Bemerkung kommentierte: „Bei den Frauen bekomme ich gleich wieder so einen Hals, Morgen werde ich das Ablegemanöver ganz demonstrativ fahren.“ Weiterhin fühlten wir uns besonders an den touristisch überlaufenen Orten etwas muffelig behandelt. Vom Hafenpersonal, Kellner und Servierkräften wurden wir formal bedient, es fehlte häufig nur ein Lächeln, eine paar freundliche Worte und wir fühlten uns ab und zu nicht richtig willkommen. Wenn das dann noch mit exorbitant hohen Hafengebühren und Preisen verbunden war, haben wir uns in diesen Fällen auch sehr geärgert.

Wind und Wetter

Oft wird gesagt, auf Mallorca hat jedes Kap sein eigenes Wetter. Bei unserer Reise wirkte sich gerade im heißen September der Einfluss von See- und Landwind unterschiedlich aus. In der Bucht von Palma dominierte tagsüber häufig Süd- bis Südwestwind, in der Bucht von Pollença dagegen Nord- und Nordwestwind. Wobei die Tage am Vormittag oft windstill starteten, zur Mittagszeit leichter Wind einsetzte, der dann zwischen 14:00 und 17:00 mit 3-4 Windstärken seinen volle Stärke erreichte. Ab der letzten Septemberwoche bescherten uns durchziehende Tiefdruckgebiete gelegentlich Regen und stärkeren Wind. Auf dieser Reise war der Wind um Mallorca kein Grund für einen Hafentag, eher Gewitter und Regen. Das Mallorca-Wetter war nicht vergleichbar mit unserer An- und Rückreise über den Löwengolf und im Bereich der Pyrenäen. Hier hatte uns Wind und Wellen an einigen Tagen sehr eindringlich nahegelegt den Hafen nicht zu verlassen.

Hafengebühren

Wie schon bei den Reisen zuvor wollen wir auch hier zum Ende des Reiseberichtes eine Liste der Liegegelder für unsere 10,45m lange und 3,60m breite Jacht mit zwei Personen im September und Oktober 2016 präsentieren. Zusammengefasst sind die Liegekosten in den kommunalen Häfen Mallorcas recht moderat und in allen Häfen gleich hoch, die privaten Marinas langen dagegen kräftig zu.

Hafen Monat Liegegeld

Port de Plaisance, Gruissan

Aug 2016

29,00 €

Port Leucate

Aug 2016

37,40 €

Port de Portbou

Sept 2016

30,00 €

Club Nàutic L'Escala

Sept 2016

36,16 €

Club Vela Blanes

Sept 2016

29,00 €

Kommunaler Hafen Pollenca

Sept 2016

40,71 €

Club Nautic de la Colonia de Sant Pere

Sept 2016

40,41 €

Kommunaler Hafen Porto Cristo

Sept 2016

40,71 €

Kommunaler Hafen Porto Colom

Sept 2016

40,71 €

Kommunaler Hafen Calla Figuera

Sept 2016

40,71 €

Club Nautico La Rapita

Sept 2016

71,00 €

Club Maritimo San Antonio de la Playa

Sept 2016

60,50 €

Real Club Nautico de Palma

Sept 2016

36,17 €

Club de Vela Port de Andratx

Sept 2016

50,15 €

Port Olimpic de Barcelona

Okt 2016

47,80 €

Club Vela Blanes

Okt 2016

20,62 €

Port Esportiu Marina Pallamos

Okt 2016

56,87 €

Club Nàutic L'Escala

Okt 2016

23,11 €

Port de Portbou

Okt 2016

18,32 €

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© Rainer Klotz