2016: Costa Brava

Endlich sind wir wieder unterwegs. Durch die Krankheit eines Elternteils sind seit unserer letzten Segelreise fast 2 Jahre vergangen. Auch hat im vergangenen Jahr die gründliche Renovierung eines geerbten Hauses sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Das ständige Auftreten unerwarteter Probleme führte zu einem zähen Fortschritt und war strapaziös.

 

Nach so einer langen Zwangspause ist die Vorbereitung der Reise schon etwas aufwendiger als sonst. Auch wenn wir in der Segelpause mehrmals in Port-Saint-Louis-du-Rhône waren und nach unserer Bumble-Bee geschaut haben, quält uns die Frage in welchem Zustand ist das Boot.

Sonntag, der 1. Mai; Die Anreise

Mistral

Am Tag der Arbeit starten wir in den frühen Morgenstunden und hoffen mit wenig Verkehr schnell und problemlos unser Boot zu erreichen. Diesel werden wir auf jeden Fall ordentlich sparen, der Wetterbericht verkündet starker Mistral im Rhônetal. So hoffen wir, dass 20-30 kn Rückenwind den Diesel-Mehrverbrauch für ein voll beladenes Auto kompensiert. Hoffen wir mal, dass die sturmfreie Bude unserer Kinder nicht ganz so stürmisch wird.

Als ob man einen zu engen und kratzigen Pullover ablegt, so fühlen wir uns bereits nach wenigen Meter der Fahrt zum Hafen erleichtert. Wir blicken nach vorne und freuen uns auf das nächste Segelabenteuer. Anspannung und Ärger bleiben einfach zurück. Nach wenigen Metern Fahrt passieren wir das Haus eine Nachbarin, die uns im vergangenen Jahr amüsiert und genervt hatte. Nur weil wir Ihre Vorstellungen zu gepflegten Vorgärten, Baumscheiben und Straßenreinigung nicht teilen, meinte sie einen kleinen "Nachbarschaftskrieg" führen zu müssen. Als wir deren Haus passierten, kam spontan die Frage auf: "Haben wir Stephan Raab's Lied vom Maschendrahtzaun dabei?" Haben wir leider nicht, aber "Summer Dreaming (Bacardi Feeling)" von Kate Yanai gefolgt von "Mysterious Girl" von Peter André sind eine bessere musikalische Einstimmung auf die kommende Reise.

Mittwoch, der 4. Mai; Endlich lässt der Mistral nach

Bei der Anreise am Sonntag hatten wir den Normverbrauch unseres Autos weit unterboten. Der Mistral hat ab Lyon so gut geschoben, dass selbst auf die ganze Distanz gerechnet unser Auto einen traumhaften Dieselverbrauch hatte. Nur an Bord war der kalte Mistral nicht mehr so lustig. Der Windmesser im Masttop hatte am Sonntag Böen von 45 kn, am Montag 42 kn und am Dienstag noch 36 kn gemessen. Bei so heftigen Mistralböen sind alle Außenarbeiten bei der an Land stehenden Yacht zu riskant oder unangenehm. Selbst jeder abgelegte Putzlappen fliegt sofort drei Boote weiter, daher waren wir bisher nur einkaufen oder haben mit unserem Auto Sightseeingtouren auf amerikanisch (hinfahren, nicht aussteigen, anschauen, weiterfahren) gemacht. Heute hat der Wind am Vormittag von Nord auf Süd gedreht und es ist nur noch ein laues Lüftchen und wir könnten den ganzen Tag an Deck putzen und arbeiten. Seinen Ausklang findet der Tag bei einem schönen Grillabend in lustiger und internationaler Runde. Zwischen den acht Gästen mit drei verschiedenen Muttersprachen haben wir uns vortrefflich verständigt.

Freitag, der 6. Mai; Heute geht es zurück ins Wasser

Jetzt geht es ins Wasser

Für heute haben wir einen Termin für den Lift ergattert und unsere Bumble-Bee schwimmt am Abend wieder in ihrem Element. Da wir vorsorglich die 8 Jahre alte Motorbatterie gegen eine neue ausgetauscht haben, ist auch sofort unser Volvo problemlos gestartet. Für die nächsten Tage stehen nun alle Außenarbeiten, neue Solarmodule mit Halterung montieren, Deck reinigen, Wanten neu spannen, Segel aufziehen sowie alle Fallen, Stecker und Schoten reinigen und sofern notwendig gegen neue Taue austauschen an.

Dienstag, der 10. Mai; mit dem Auto nach Arles

Wir sind mit allen Arbeiten durch und klar zum Ablegen, nur der Wind passt nicht zu unserem geplanten Reiseziel Spanien. Somit nutzen wir den Tag für einen Ausflug nach Arles. Die Stadt liegt an der Rhône und hieß im Altertum Arelas, was im keltischen „Sumpfort“ bedeutet. Bei unserer Überführungsfahrt hätten wir gerne in Arles angelegt, aber mangels Liegeplätze sind wir vorbeigefahren. In Arles kreuzte sich die Römerstraße Via Agrippa die über Lugdunum (Lyon) bis zur Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) führte, mit der Via Aurelia. Somit muss jeder, der wie wir in Köln geboren wurde nach Arles reisen. Es könnte ja einer der Vor-vor-vor-...-Ahnen aus dem keltischen Sumpfort stammen. Arles gehört zu den sehenswertesten Städten der Provence und besitzt zahlreiche Überreste seiner antiker Pracht. Unseren Rundgang beginnen wir im historischen Ortskern, vorbei am Amphitheater von Arles beenden wir die Besichtigung am Ufer der Rhône.

Donnerstag, der 12. Mai; Nennen wie es mal Testfahrt

Testfahrt

Für heute soll es guten Wind von 3-4 Windstärken, anfangs aus Westen und ab Mittag aus Südwesten geben. Das passt zu unserem Tagesziel Saintes-Maries-de-La-Mer, somit haben wir am Morgen voller Freude auf die diesjährige Costa Brava-Reise abgelegt. Zu unserem Tagesziel sind es über 30 sm oder bei guten Windbedingungen ca. 6 Stunden. Wenn man von Port-Saint-Louis-du-Rhône nach Saintes-Maries-de-La-Mer will, muss man die Rhône Mündung im weiten Bogen von Ost nach West über das Meer umrunden. Im Gegensatz zur Weser oder Elbe ist die Rhône ab Port-Saint-Louis-du-Rhône nicht mehr schiffbar und auch im Meer liegen vor der Mündung gefährliche Untiefen. Auf den ersten Seemeilen haben wir auch gute Fahrt gemacht, nur der Wind wollte sich nicht an die Vorhersage halten. Er hat stündlich zugelegt und hat auch nicht auf Südwest gedreht. Bei 5 Windstärken von vorne mussten wir gegen den Wind kreuzen, dabei sind wir trotz 6-7 kn Fahrt durch das Wasser nur schlappe 3 Seemeilen pro Stunde gegen den Wind vorangekommen. Als wir 30% des Weges hinter uns hatten, gab es zwei Ereignisse, die uns zur spontanen Umkehr bewegten. Wenn wir bei 5 Bft gegen Wind und Wellen kreuzen, ist es normal wenn jede höhere Welle über das Vorschiff spritzt. Aber heute ist eine Superwelle über das ganze Boot gegangen und hat mich am Steuerrad geduscht. Das zweite Ereignis war dann total demoralisierend. Weil im WC-Waschraum für unseren Bordhund Charlie Futter und Wasser stehen, ist die Tür normalerweise offen. Dabei ist die Tür nur durch einen Magnetschnapper fixiert. In der Superwelle ist jedoch die Tür mit solcher Wucht zugeknallt, dass dabei die innere Türverriegelung einrastete. Salzwasserdusche, gegen 20 kn Wind anbolzen und dann noch für die restlichen 6-7 Stunden kein Klo, das war zu viel. Schnauze voll, Kehrtwende und mit voller Fahrt zurück nach Port-Saint-Louis-du-Rhône. Als positives Fazit wissen wir, dass keiner seekrank wurde, wir alle Winschen reinigen und fetten müssen und das zwei Umlenkrollen der Großschot festsitzen. Wie gesagt, Testfahrt für Mensch und Boot.

Dienstag, der 17. Mai; die erste Etappe ist geschafft

Das blaue Meerwasser und trübe Wasser der Rhône

Wer legt schon an einem Freitag den13ten bei bedecktem Himmel und Regen ab, wir nicht! Auch wehte es am Freitag, wie am Tag zuvor, genau aus Westen. Ein Tiefdruckgebiet zieht über uns hinweg. Das Tief ist auch verantwortlich für das kalte Pfingstwetter in Deutschland. Da das Tief weiter nach Osten gezogen ist, gab es an den folgenden Pfingstfeiertagen einen satten Mistral. Gemeinsam mit den anderen Besatzungen haben wir in Port-Saint-Louis-du-Rhône auf weniger Wind gewartet. Zu unserem Glück gibt es heute und morgen eine kurze Unterbrechung der stürmischen Wetterlage und so machen wir uns am Morgen kurz vor 8 Uhr noch einmal auf den Weg nach Saintes-Maries-de-La-Mer. Interessant an der Fahrt war, dass es im Meer eine scharfe Linie gibt, die das blaue Meerwasser zum trüben Wasser der Rhône abgrenzt. Süßwasser ist leichter als Salzwasser und schwimmt regelrecht auf dem Meerwasser. Zu Saintes-Maries-de-La-Mer ist nicht viel zu sagen, schönes Städtchen aber auch ein großer Touristenrummel. Da in einer Woche die jährliche Zigeuner-Wallfahrt stattfindet, sind auch schon die ersten Parkplätze mit deren Wohnwagen belegt.

Mittwoch, der 18. Mai; der Volvo schiebt und Heinrich steuert

Frontignan Plage

Verstehe wer will den französischen Seewetterbericht mit den Aussagen: "pas de vent supérieur ou égal à 7 bf" und "pas de mer supérieure à 2,5 m". Wir verstehen: Keine Windstille und auch kein Wind über 7 Bft und die Wellen sind auch nicht höher als 2,5 m. So richtig klar ist uns nicht was Meteo France damit sagen will, aber die anderen Wetterberichte melden leichten Wind und Miniwellen. So sind wir sofort nach dem Frühstück gestartet und was für ein Unterschied zur gestrigen Fahrt. Gestern sind wir hoch am Wind bei 20-25 kn Wind aus Norden über die Wellen geflogen. Heute war seitens des Windes tote Hose, nach dem Ablegen gab es noch 10 kn Wind, aber sobald wir unsere Segel gesetzt hatten, war es nur noch ein Nonnenpfürzchen. Also Segel sofort wieder eingerollt und mit Motorkraft bis zum Zielhafen in Frontignan Plage gefahren und Heinrich, unser Autopilot, hat gesteuert. Das einschläfrige Schaukeln wurde dreimal durch eine Delfin Sichtung unterbrochen, einmal konnten wir die Delfine bei der Jagd beobachten. Im Meer kreisten die Delfine, aus der Luft gegriffen die Möwen im Sturzflug zu und die gejagten Fische sprangen aus dem Wasser.

Donnerstag, der 19. Mai; Forte Rafales - ja das kennen wir schon

Derzeit ändert sich das Wetter täglich. Gestern kein Wind und heute geht es wieder heftig zur Sache, vorsorglich sind wir im Hafen geblieben. Am Nachmittag gab es stündlich auf Funkkanal 79 (Station Agde) einen Sonder-Seewetterbericht mit einer Warnung vor Starkwind mit forte rafales (starke Böen). Wir nutzen den Vormittag für eine Besichtigung von Frontignan, das ca. 30 Gehminuten im Hinterland am Canal du Rhône a Sete liegt. Sieht man die Schiffe im Passantenhafen des Kanals liegen, kommen mit Wehmut alle Erinnerungen an unsere eigene Kanalfahrt hoch. Frontignan ist ein sehr schöner Ort und zu unserem Glück ist auch heute Markt.

Freitag, der 20. Mai; heute schmeckt das Anlegebier besonders gut

Hafenkanal in Gruissan

Heute sind wir nach Gruissan gefahren, das ist erneut eine Strecke von rund 40 sm. Gruissan wurde uns von Bekannten in Port-Saint-Louis-du-Rhône als sehr schön empfohlen. Somit wollen wir hier ein paar Tage mit wandern, einkaufen und Wäsche waschen verbringen. Zur Fahrt ist nur zu sagen, dass sich der reale Wind auf dem Meer einfach nicht an die Vorgaben des Seewetterberichtes halten will. Vorhergesagt waren 3-4 Bft Wind von hinten, real mussten wir bei 4-5 Bft hoch am Wind segeln. Das gibt an Deck eine Salzkruste und wir können wieder alle Scheiben putzen. Zur Entschädigung gab es ein kühles Anlegebier. Nach den ersten An- und Ablegemanöver hatten wir uns vorgenommen, es gibt erst wieder ein Anlegebier wenn das Hafenmanöver reibungslos funktioniert. Hafenmanöver sind nicht wie Fahrradfahren, was man auch bei langen Unterbrechungen nicht verlernt. Bei einer kleinen Zweierbesatzung ist es beim Hafenmanöver wichtig, dass jeder ohne Worte und aufeinander abgestimmt seine Aufgabe macht. Das abgestimmte Agieren und das Gefühl für das Boot war in unserer zweijährigen Unterbrechung etwas entschwunden. Heute lief alles ohne Worte wie im Lehrbuch. In Gruissan sind die Hafenbecken von Geschäften und Restaurants gesäumt und deren Personal kommentierte unser Anlegemanöver mit den Worten "Madame-Monsieur parfait plus (mehr als perfekt)", das ist sogar ein zweites Bier wert.

Montag, der 23. Mai, drei Tage Urlaub

Historischer Teil von Gruissan mit Tour Barberousse

Wir liegen in Port Gruissan im Bassin 1 und beobachten die Menschen um uns herum. Eigentlich sind Restaurants, deren Speisekarte aus Bildern besteht und Geschäfte in denen, dem aktuellen Sommertrend entsprechende Bekleidung angeboten werden nicht unser Ding, aber die Menschen beim flanieren um die Hafenbecken zu beobachten hat was. Neben den Apartmentanlagen und die riesige Hafenanlage gibt es einen sehr schönen historischen Stadtkern, dessen Häuser und lebhafte Straßen sich um eine alte Burganlage winden. Die Burganlage hat im 14. Jahrhundert den Hafen von Narbonne geschützt. Vom historischen Hafen ist nichts mehr übrig, und auch von der Burg steht nur noch die Ruine des Tour Barberousse. Die drei Tage sind angefüllt mit vielen Aktivitäten und irgendwie kürzer als normal. Am Samstag sind wir zum Strand gewandert und haben unseren Wocheneinkauf im nahen LIDL gemacht. Am Sonntag haben wir den historischen Stadtkern und die Burgruine besichtigt und unsere Wäsche gewaschen. Am Montag sind wir um den Etang de Gruissan gewandert. Eine Weiterreise wäre auch beim derzeitigen Wetter kein Vergnügen, es zieht wieder einmal ein Tiefdruckgebiet über uns hinweg. Es bescherte uns am Sonntagnachmittag Dauerregen und an allen Tagen Mistral mit Windböen von bis zu 9 Bft. In den drei Wochen, die wir nun unterwegs sind, ist es das vierte Tief und der fünfte Mistral. Es wird Zeit, dass endlich der Sommer am Mittelmeer beginnt.

Dienstag, der 24. Mai; und in der Ferne locken die Pyrenäen

Schneebedeckte Pyrenäengipfel

Der Golfe du Lion zieht sich an seiner Küstenlinie und so sind es noch über 40 sm bis zum ersten spanischen Hafen. Diese Strecke wollen wir nicht in einer Etappe fahren, und so beenden wir die heutige Fahrt auf halbem Wege in Port Barcarès. Der Kurs ist einfach, immer in Richtung der noch mit schneebedeckten Pyrenäengipfel. Der Ort Barcarès ist eine reine Retortensiedlung mit Ferienwohnungen und Häuser. Im Juli und August bestimmt lebhaft und voll, aber jetzt im Mai ist tote Hose noch geschmeichelt. Beim Spaziergang entlang des endlosen Standes stehen noch viele Blumen in voller Blüte.

Mittwoch, der 25. Mai; wir haben die Costa Brava erreicht. 

Portbou

Heute haben wir in Portbou, der erste spanische Hafen hinter der französisch/spanischen Grenze, angelegt. Die ersten 15 sm führten noch entlang der flachen Küste bis zu den Pyrenäen. Leider ist es heute bedeckt und tiefe Wolken verdecken die Sicht auf die Berggipfel. Gestern konnten wir noch einige schneebedeckte Gipfel sehen. Im französischen Bereich der Pyrenäen liegt das Meeresschutzgebiet von Cerbère-Banyuls. Es ist das älteste Marine Schutzgebiet Frankreichs und in diesem Meeresreservat wurden ungefähr 1200 Tierarten und 500 Pflanzenarten gezählt. Von dieser Vielfalt haben wir nur zwei Arten gesehen. Zuerst glaubten wir in der Ferne Delfine zu sehen, aber bei der Vorbeifahrt waren die springenden Fische eine große Gruppe Thunfische bei der Jagd. Kurz vor Portbou sind wir dicht an einem Mondfisch vorbeigefahren. Portbou offenbart sich als eine ganz andere Welt, die uns beim Rundgang durch die Stadt sehr gut gefällt. Es ist eine kleine lebhafte und natürlich gewachsene Stadt und nicht wie entlang der französischen Strände von großen Sommerurlaub-Apartmentanlagen mit Meerblick geprägt. Besonders die Beschreibung und Hinweise auf einen Wander-Trail, parallel zur Küste haben unser Interesse geweckt.

Donnerstag, der 26. Mai; Ruta Walter Benjamin

Steil geht es bergauf

In Portbou endet ein Wanderweg, der im französischen Banyuls-sur-Mer beginnt. Er entspricht dem von vielen deutschen und französischen Emigranten genutzten Fluchtweg vor der nationalsozialistischen Diktatur. Seit 2007 ist dieser Weg offiziell als „Ruta Walter Benjamin“ nach dem Philosoph und Literaturkritiker Walter Benjamin benannt. Er flüchtete unter dramatischen Umständen 1940 bis nach Portbou. Die spanischen Behörden ließen den Flüchtenden jedoch nicht einreisen, sondern wollten ihn zurück nach Frankreich schicken, worauf sich Benjamin im Hotel Francia de Portbou das Leben nahm, um seiner Auslieferung zu entgehen. Für uns ist damit klar, heute ist Wandertag. Wir wählen die Verlängerung der Route nach Süden. Steil geht es auf schmalen Pfaden hinauf zum Colle de Frare. Hier gibt es zwei Hinweistafeln, die erste Tafel informiert uns, dass wir nach dem kraxeln und schwitzen nur 202 m hoch sind. Die zweite beschreibt, an welchen Tagen die den Golfe de Leon beherrschenden Monster Mistral und Tramontana, Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h erreicht haben. Für den Rückweg zum Hafen wählen wir die ehemalige Landstraße mit ihren schönen Aussichten auf Meer, Stadt und Hafen.

Freitag, der 27. Mai; zur Abwechslung ein technisches Problem.

Halbinsel Cap de Creus

Heute sind wir weiter nach Roses gefahren. Dabei haben wir die Halbinsel Cap de Creus umrundet, es bildet den östlichsten Punkt des kontinentalen Spaniens. Es war eine grandiose Fahrt entlang der wild zerklüfteten Küste. Es war aber auch eine Fahrt mit drei technischen Problemen. Der Morgen begann mit einer Verstopfung am Schmutzwassertank, der Tankinhalt wollte nicht abfließen. Zur Mittagszeit sind wir bei Windstille und wolkenlosem Himmel mit Motorkraft gefahrenen, plötzlich gab es einen Alarm der Ladekontrolle vom Motor. Es war ein ständiger Wechsel zwischen "Alarm an" und "Alarm aus". Das ist die blödeste Form eines technischen Problems, ständiger Wechsel von Störung und keine Störung. Weil an so einem Tag es mindestens drei Dinge sein müssen, hatten wir am Abend noch einen kleinen Minibrand in der Herdlampe. Über der Kochstelle ist eine Beleuchtung mit Leuchtstoffröhre verbaut und uns ist die ganze 12 V Startelektrik der Lampe abgeraucht. Für die Morgen- und Abendstörung gab es eine einfache Lösung, den Schmutzwassertank randvoll pumpen, sodass mit mehr Druck der Pfropfen weggespült wurde, am Abend die Lampe ausbauen und eine neue kaufen. Für den restlichen Tag haben wir im Hafen die Ursache für die Motorladekontrolle gesucht. An Ende haben wir eine 98%-Vermutung, die wir weiter beobachten müssen. Wir glauben, dass die parallele Batterieladung, einmal über die Lichtmaschine und zusätzlich über die neuen Solarmodule das Problem verursacht.

Sonntag, der 29. Mai, Wandertag entlang der Küste. 

Gestern haben wir unseren wöchentlichen Einkauf erledigt, mit unserem Einkaufstrolley waren wir vormittags im Supermarkt einkaufen. Am Nachmittag sind wir die Uferpromenade am drei Kilometer langen Sandstrand bis zum Riu Grau hin und zurückmarschiert. Am südlichen Ortsende gibt ein Geschäft für Yachtbedarf, in dem wir ergebnislos einen Ersatz für unsere Lampe für unsere Kochstelle gesucht haben. Heute haben wir einen sehr schönen Wanderweg in Richtung Cap de Creus gewählt.

Montag, der 30. Mai; es ist nicht ratsam kurz vor der Mittagspause anzulegen.

Felsküste vor L’Estartit

Zu unserem Ziel L’Estartit sind es nur 13 sm, bei der vormittäglichen Windstille haben wir die kurze Fahrt mit Motorkraft schnell bewältigt. Natürlich kurz vorm Hafen war es mit der Windstille vorbei und beim Anlegemanöver hatten wir 5 Windstärken Seitenwind. Ob der Hafenmitarbeiter uns beim Anlegen besonders schnell mit der Mooring-Leine helfen wollte oder einfach schnell in die Mittagspause wollte, wissen wir nicht - wir gehen mal vom Ersten aus. Auf jeden Fall zog er die Mooring-Leine vom Hafengrund hoch, bevor wir den Liegeplatz richtig erreicht hatten.

Nach dem Nachmittas-Regen im Hafen von L’Estartit

Und es folgte, was in solchen Fällen unweigerlich folgen muss, die Leine hat sich beim Rückwärtsfahren um unseren Propeller gewickelt. Es gab ein großes Zerren an der Leine und Palaver zwischen allen Hafenmitarbeiter mit dem Ergebnis, irgendwann am Nachmittag kommt ein Taucher. Kurz vor 18 Uhr war Hafenmeister und Taucher am Boot. Zu unserem Glück hatte ich schnell genug die Maschine ausgekuppelt und die Leine hatte sich nur lose um den Propeller gewickelt. Ohne Einsatz der Pressluftausrüstung konnte das Problem nach wenigen Minuten behoben werden und mit einem großzügigen Trinkgeld waren auch die Kosten überschaubar.

Mittwoch, der 1. Juni; weiter geht es nach Palamós.

Heute geht es nach Palamós. Die Altstadt liegt auf einem ins Meer ragenden Felsen. Auf jeder Seite gibt es einen Hafen, im Westen der Fischerhafen und im Osten der Yachthafen. Westlich der Altstadt liegen die Touristenhotels und die Bevölkerung schwankt zwischen 14.000 und 90.000 je nach Saison. Das Zentrum mit seinen schönen Häusern mit gelben und ockerfarbenen Fassaden, den Restaurants und Geschäften ist ein Besuch wert. Nur ist seit über einer Woche das Wetter nicht besonders. Wir haben jeden Tag den gleichen Ablauf, der Tag beginnt leicht bewölkt, ab 10 Uhr wird es sonnig und ab 14 Uhr bauen sich über dem Land neue Wolken auf. Aus denen regnet es ab dem Nachmittag bis in die Nacht hinein. Auch ist an manchen Tagen mal ein Donner dabei. Dem Wetter entsprechend haben wir nur bis zum Nachmittag eine regen- und gewitterfreie Zeit für die Fahrt und für Besichtigungen.

Freitag, der 3. Juni; Fischauktion in Blanes.

Tossa de Mar

Da wir Gefallen an unserem Reiserhythmus gefunden haben, zwei Tage bleiben und dann weiterfahren, sind wir erst heute zum knapp 20 sm entfernten Blanes gefahren. Der Weg führt an den Tourismushochburgen Lloret de Mar und Tossa de Mar vorbei. Mit entsprechendem Abstand sieht selbst Lloret interessant aus. Nur der motorisierte Wassersport nervt. Motorboote, Jet Ski, Ausflugsboote, alle sind mit Vollgas unterwegs - Rücksicht, Vorfahrt- und Ausweichregeln was ist den das. Bei der gemächlichen Fahrt über das Meer werden wir von den Motorbooten immer als optische Kurspeilung auf See gewählt. Aus allen Häfen brausen die Experten erst einmal mit Vollgas auf uns zu um dann kurz vor unserem Bug weiter hinaus zu fahren. Das schaukeln über deren Wellen erfreut uns jedenfalls. Blanes ist eine Stadt mit ca. 40.000 Einwohner, der südlichste Punkt der Costa Brava und rund 60 Kilometer nordöstlich von Barcelona. Es ist ein viel besuchter Ferienort im typisch katalanischen Stil. Obwohl die Stadt in der Sommersaison auf über 100.000 Menschen anwächst, zeigt die Altstadt mit ihren schönen engen Gassen den Fischerort noch fast so, wie er vor der Touristeninvasion war. Besonders interessant ist das Auktionshaus am Fischerhafen, hier können Besucher für 2 € dem Treiben auf einer Balustrade beiwohnen. Die Fischer legen vor der Halle an und ihr Fang wird von den Fischhändlern der umliegenden Orte ersteigert.

Sonntag, der 5. Juni, wir sind im Port Olimpic de Barcelona. 

Seeluft macht etwas müde

Eigentlich wollten wir heute nicht so weit fahren, aber es war zur Mittagszeit immer noch windstill und der Diesel brummte monoton. Jetzt einen Hafen anlaufen, das wäre eine unnötige Hektik. Da war schnell die Entscheidung getroffen, wir fahren durch bis Barcelona. Ab 14 Uhr steigerte sich die Nachmittag-Brise auf 4-5 Windstärken und wir schäumten hoch am Wind unserem Ziel entgegen. Vor Barcelona gab es eine Sonntag-Regatta und aus reiner Freude am Segeln sind wir eine Stunde lang unbemerkt im Regattafeld mit gesegelt. Dabei konnten wir für eine Fahrtenyacht mit vollen Tanks, Bimini, Solarmodule und Sprayhood ein klein wenig mithalten, wir wären bestimmt nicht Letzter geworden. Auch haben wir kurz vor Barcelona eine große Gruppe Delfine beobachtet, nur die Synchronisation zwischen Delfinsprung und Auslöser der Kamera wollte heute nicht klappen.

 

Abendstimmung im Port Olimpic

Als Hafen haben wir uns für den Port Olimpic entschieden, in der Hoffnung für unseren Bordhund einen Baum und etwas Grün zu finden. Der Hafen wurde 1992 zum Anlass der Olympischen Spiele in Barcelona erbaut und zählt heute zu den beliebtesten Gegenden in der Metropole. Die meisten Besucher kommen hierher wegen des Nachtlebens in den vielen Bars, Restaurants und Diskotheken. Vor allem die vielen Restaurants prägen den Port. Abends kann man am Hafen entlang schlendern, der in ein wunderschönes Licht getaucht ist. Erstaunlicherweise sind die Nächte im Hafen angenehm ruhig und wir konnten gut schlafen. Als wir am Abend nach dem Restaurantbesuch heimkehrten, huschte eine Kakerlake über den Weg. Für uns glücklicherweise nach dem guten Abendessen aber mit der Gewissheit, hier im Hafen ist Vorsicht vor den Flitzern geboten.

Dienstag, der 7. Juni; Haifische aus nächster Nähe.

Der große Seefahrer zeigt nach Westen

Gestern hatten wir einen kleinen Rundgang durch Barcelona gemacht. Entlang der Strandpromenade sind wir zum Port Vell, dann kreuz und quer durch die engen Gassen der Altstadt zur Kathedrale gegangen. Von hier aus führte unser Weg weiter zur La Rambla. Die 1,2 Kilometer lange Flaniermeile verbindet im Zentrum Barcelonas die Placa de Catalunya mit der Kolumbussäule am Hafen. Der große Seefahrer zeigt nach Westen aber unser Hafen liegt entgegengesetzt im Osten. Leider waren wir naiv und wollten mit dem Taxi zurückfahren, aber kein Taxifahrer wollte unseren Bordhund mitnehmen. Ziemlich sauer und müde sind wir zum Hafen zurückgegangen, hoffentlich beeilt sich Google etwas mit den selbstfahrenden Autos, dann ist Schluss mit Taxifahrer die keine Hunde mitnehmen. Heute haben wir unseren Hund an Bord gelassen und haben das Aquarium besucht. Gleich am Port Vell liegt als besondere Attraktionen Barcelonas, das Aquarium. Hier werden Fische und Meeresbewohner aus allen Teilen der Welt gezeigt, besonders aus dem Mittelmeerraum sind viele Arten zu bestaunen. Etwas ganz besonderes ist das Haifischbecken, welches durch einen gläsernen Tunnel begehbar ist. Die mächtigen Haie kommen den Zuschauern unheimlich nah und es ist ein besonderes Erlebnis, wenn Haie und Rochen zuerst auf den Beobachter zuschwimmen und über dem Kopf hinwegschweben.

Donnerstag, der 9. Juni; erste Etappe auf dem Weg zurück.

Zwei Eidechsen beim ... na Ihr wisst schon was :-)

Nach zwei Tage Besichtigungen in Barcelona hatten wir gestern einen RuWaEi-Tag (Ruhe, Waschen, Einkaufen) eingelegt. Heute haben wir uns auf den Rückweg Richtung Port-Saint-Louis-du-Rhône gemacht. Jedoch war es den ganzen Tag fast windstill und brütend heiß, sodass wir die Motorfahrt zur Mittagszeit in Port Balis beendet haben. Viel ist zu Port Balis nicht zu sagen, man kann hier anlegen, muss man aber nicht. Am Hafen führt eine Straße und die Eisenbahn vorbei, zum Glück fahren in der Nacht nur wenige Züge.

Freitag, der 10. Juni; noch einmal in Blanes.

Abendstimmung in Blanes

Vor einer Woche hatten wir in Blanes sehr schöne Mitbringsel für unsere Kinder gesehen. Die wir damals nicht gekauft hatten, weil noch Barcelona vor uns lag. Somit haben wir heute noch einmal in Blanes angelegt. Nicht nur wegen der Mitbringsel, es ist eine sehr schöne Stadt mit verlockenden Restaurants, die man mehrmals besuchen kann.

Samstag, der 11. Juni; Sant Feliu de Guíxols, hier gefällt es uns.

Blick über die Bucht und den Hafen von Sant Feliu de Guíxols

Wo wollen wir das Wochenende verbringen und wo waren wir noch nicht? Das ist schon eine sehr schwierige Frage und unsere Antwort ist Sant Feliu de Guíxols. Bei der Fahrt war es recht schwachwindig. Auf halber Strecke haben wir versucht zu segeln, aber nach zwei Seemeilen schleichen mit 2-3 kn Fahrt durch das Wasser ist uns die Segellust vergangen und wir sind den restlichen Weg mit Motor gefahren. Dafür offenbart sich Sant Feliu de Guíxols als eine sehr schöne und lebhafte kleine Stadt. Unter den Orten, die wir auf dieser Reise besucht haben, gefällt es uns hier am besten. Es ist eine Stadt mit einem reichen kulturellen, historischen und architektonischen Erbe. Das Stadtbild ist geprägt von der typischen Bauweise einer katalanischen Hafenstadt, die sich mit zeitgenössischer Architektur vermischt. Zahlreiche Gebäude wurden saniert und restauriert. Im Unterschied zu den Zentren an der Costa Brava, die für den Pauschaltourismus erschlossen wurden, blieb Sant Feliu im Ausbau seiner Unterkünfte und gastronomischen Einrichtungen auf moderate Besucherzahlen ausgerichtet.

 

Montag, der 13. Juni; wir bleiben noch einen Tag in Sant Feliu.

Die Rambla in Sant Feliu de Guíxols

Kurz entschlossen bleiben wir noch einen dritten Tag in Sant Feliu und besichtigen heute die kleine Kapelle Eremita de Sant Elm. Sie wurde auf dem 99 m hohen Puig i Castellar südwestlich der Stadt im Jahre 1723 zu Ehren des heiligen Telmo und der Muttergottes der guten Reise, den Schutzpatronen der Matrosen, Pilger und Seefahrer, errichtet. Da die Wettervorhersage bis nächsten Samstag nichts Gutes prognostiziert, kann es nicht schaden den Schutzpatron der Matrosen und Seefahrer zu besuchen. Die 99 m Höhe sind recht anstrengend, besonders wenn man mehrmals wegen einer Sperrung oder fehlender Wegweiser umkehren und wieder absteigen muss. Aber nach einigen Schleifen sind wir oben angekommen und genießen die Aussicht auf die Stadt und auf die Felsküste. In südwestlicher Richtung überblickt man die Küste bis Tossa de Mar und in die entgegengesetzte Richtung bis Palamós. Zu Ehren des Schriftstellers und Journalisten Ferran Agulló (geb. 1863 in Sant Feliu de Guíxols) steht hier ein Gedenkstein. Auf einer Tafel wird gesagt, dass er von dieser Aussicht angeregt in der Zeitschrift La Veu de Catalunya in der Ausgabe vom 12. September 1908 diesem Küstenabschnitt den Namen Costa Brava (wilde Küste) gab.

Dienstag, der 14. Juni; eine schöne Ankerbucht wäre jetzt nicht schlecht.

Heute wollen wir weiter nach Norden fahren und für die nächste Nacht würden wir gerne eine geschützte Ankerbucht wählen, dazu haben wir gestern extra unser Schlauchboot aufgeblasen. Nachdem wir den geschützten Hafen verlassen hatten, trafen wir auf eine unangenehme Altdünung. Immer wenn im Golfe de Lion der Mistral tobt, beobachten wir eine Altdünung, die und aus nordöstlicher Richtung entgegenläuft. Wenn wir bei leichtem Wind mit Motorkraft gegen die Wellen fahren, wird es ungemütlich. Der Bug wird von den Wellen emporgehoben, um dann im nächsten Augenblick mit lautem Getöse in das Wellental zu knallen. Wenn wir ausreichend Wind zum segeln haben, schneidet der Bug sanfter durch die Wellen. Aber heute stampfen wir mühsam gegen die Wellen an. Keine 2 sm hinter Sant Feliu liegt mit der Cala de Sant Pol die erste Möglichkeit zu ankern. Da wir aber etwas weiter wollen, fahren wir vorbei. Nächste Gelegenheit Llafranc, aber trotz mehrmalige Nachfrage über Funk keine Antwort vom Hafen und die ganze Bucht vorm Hafen ist voll mit kleinen Motorbooten an den ausgelegten Bojen. Nächster Versuch in der Doppelbucht Calas de Aiguablava y Fornells aber auch hier sind die von der Dünung geschützten Bereiche voller Bojen und Motorbooten. Letzte Möglichkeit die Calas de Sa Tuna y Aiguafreda zur Abwechslung mal keine Bojen aber dafür gibt es heute vor den Wellen keinen Schutz und die wenigen Boote schaukeln wild in der einlaufenden Dünung. Die erste Bucht wäre die einzige Ankermöglichkeit gewesen.

Bojenplatz im Vorhafen

Etwas traurig fahren wir weiter bis zum Hafen von L'Estartit, hier waren wir schon vor zwei Wochen. Wenigstens hatten wir auf den letzten Seemeilen guten Segelwind. Um unser Schlauchboot nicht völlig unnötig aufgebaut zu haben, legen wir im Vorhafen an einer Boje an. Leider war der Bojenplatz am Abend keine gute Idee. Es regnet und bis sich einer von uns erbarmt und mit unserem Bordhund zum Abend-Gassi an Land fährt, werden alle "aber ich hab doch .... gemacht" aufgezählt.

Mittwoch, der 15. Juni; zurück in die Bucht von Roses.

Unser Liegeplatz im Hafen Puerto de L'Escala

L'Estartit kennen wir schon und so fahren wir nach nur einer Nacht weiter in die Bucht von Roses. Als Tagesziel haben wir den Hafen Puerto de L'Escala im Süden der der Bucht gewählt. Hier waren wir noch nicht und wir wollen die nahe gelegenen Ausgrabungen von Empuries besichtigen. Wind und Wellen sind heute noch ungemütlicher als gestern. Die Altdünung ist noch höher und zusätzlich wehen uns stramme 5-6 Windstärken genau entgegen. Einen ersten Versuch mit Motorkraft gegen Wind und Wellen zu stampfen brechen wir nach 3 sm ab und fahren zurück in den Wind- und Wellenschutz der Isla Meda Gran. Der Wetterbericht sagt für den Vormittag ein nachlassen und drehen des Windes voraus. Nach einer kurzen Warteschleife hält sich der Wind tatsächlich an den Wetterbericht und wir setzen erneut unsere Segel. Die erste Hälfte des Weges fahren wir hoch am Wind, der im weiteren Verlauf immer weiter schräg von hinten einfällt. Das ist Segelspaß pur, 4-5 Windstärken raumer Wind. Hinter der Cala Montgo sehen wir Wanderer am Rand der Klippen, damit ist unser Nachmittagsprogramm gesichert.

 

Freitag, der 17. Juni; die nächsten Tage sind Schietwetter vorhergesagt.

Gasse in L'Escala

Schietwetter ist eigentlich noch geschmeichelt, wir sind ja nicht in Hamburg. Der DWD schreibt: Tiefdruckrinne 1002 Benelux, 1002 Norditalien, 1001 Tunesien, abschwaechend, ostverlagernd. Tief 1006 Katalonien, abschwaechend, suedostziehend. Hoch 1028 Azoren, wenig aendernd. Das bedeutet für gestern und heute Gewitter, für morgen Dauerregen und für Sonntag und Montag Tramontana von bis zu 9 Windstärken. Obwohl sich über den Pyrenäen eine Gewitterzelle entwickelt, wandern wir nach der Mittagspause zu den 3 km entfernten Ausgrabungen von Empuries. Wir betreten die Ausgrabung am Südportal der antiken Stadtmauer. Ein tragbares Audiogerät erklärt die interessante Ausgrabung in einer lockeren und informativen Weise. Die Reste des Tempels des Asklepios und die Produktionsstätten für Fischsauce kannten wir noch nicht aus anderen Ausgrabungen. Asklepios (deutsch auch Äskulap) ist in der griechischen Mythologie der Gott der Heilkunst. Die Schlange, die sich in den meisten Darstellungen um seinen Stab (den Äskulapstab) windet, ist bis heute das Symbol der Ärzte. Der Einfluss der griechischen Mythologie auf unsere heutige Welt und Sprache geht noch weiter. Von Hygíeia, eine seiner Töchter, leitet sich unser Begriff Hygiene ab. Das nächste Highlight unseres Rundganges waren die Produktionsstätten für Fischsauce. Es war eine Flüssigkeit, die dadurch entstand, dass man Fische wie Thunfisch, Sardelle und Makrele einschließlich ihrer Eingeweide mit Salzlake vermischte und in offenen Becken teilweise monatelang der Sonne aussetzte. Dabei wurde das Fischeiweiß durch in den Eingeweiden enthaltene Enzyme abgebaut. Dieses Gemisch wurde dann ausgepresst und mehrfach gefiltert, bis eine klare, bernsteinfarbene Flüssigkeit übrig blieb. Diese war in der antiken Küche sehr beliebt, selbst bei Süßspeisen wurde sie verwendet. Während das Endprodukt einen feinen, charakteristischen Geruch hat, war der Gestank während der Produktion beträchtlich. Wahrscheinlich haben die Griechen es schon wie der römischen Kaiser Vespasian gehalten und die griechische Übersetzung von "Pecunia non olet" (Geld stinkt nicht) mit zugehaltener Nase genuschelt. Während der Besichtigung und auf dem Heimweg begleitet uns fernes Donnergrollen. Allerdings fällt die Gewitterzelle mit fortschreitendem Nachmittag in sich zusammen und es gibt erst am Abend einen kurzen Regenschauer.

Sonntag, der 19. Juni; genau deshalb liegen wir hier im Hafen

Tramontana in der Bucht von Roses

Nach dem Dauerregen am gestrigen Nachmittag sollte eigentlich der Tramontana einsetzen, so sagte es der Wetterbericht voraus. Der Regen hat auch aufgehört und über den Pyrenäen klarte der Himmel auf, nur der Wind setzte nicht ein. In der Hoffnung auf eine ruhige Nacht sind wir auch zu Bett gegangen. Erst um 2 Uhr in der Frühe war innerhalb weniger Minuten die Ruhe vorbei. Ein wildes schaukeln und tanzen unserer Bumble-Bee im Wind begleitete die restliche Nacht. Am Tag ist es eher mehr Wind geworden und unser Windmesser im Masttop zeigt permanent 5 Windstärken an und die Böen liegen zwischen 7 und 8 Windstärken.

Montag, der 20. Juni, Traumbucht mit Supermarkt

Sonnenuntergang in der Cala Montgo

Die Schietwetter Phase ist vorüber und wir fahren mal kurz um die Ecke in die Cala Montgo. Bei unserer Ankunft liegen bereits vier Segelboote und drei Motorboote in der Bucht. Eins der Motorboote holt gerade seinen Anker hoch und wir können seinen Platz einnehmen. Von unserem Logenplatz beobachten wir das Treiben am Strand, leider ist das Meer in den letzten Tagen wieder etwas abgekühlt. An Abend werden als Vorzeichen der nahenden Hochsaison viele Bojen an den Strand gefahren. Diese sind nicht als Ankerboje für unsere Yacht geeignet, denn als Anker dienen unterschiedlich große und mit Zement gefüllte Eimer. Unsere Bumble-Bee zieht bei nur 3 Windstärken (schwache Brise) bereits mit einer Zugkraft von 40 kg am Anker und würde so ein Zementeimerchen locker hinter sich herziehen. Sobald alle Bojen ausgelegt sind, dürfte auch nicht mehr viel Platz zum freien Ankern bleiben.

Dienstag, der 21. Juni, schöne Grüße von Salvador Dalí

Grüße von Salvador Dalí

Die heutige Etappe führt uns zur gegenüberliegenden nördlichen Seite der Bucht von Roses. Unser Ziel ist das ehemalige Fischerdorf Cadaqués. Es liegt auf der Halbinsel Cap de Creus in einer nach Süden geöffneten Bucht. Als wir in die Bucht einbogen, stellten wir erschrocken fest ist ja alles voller Bojen, an denen große und kleine Segel- und Motorboote festgemacht waren. Nach wenigen Metern im Bojenfeld kam ein Schlauchboot zu uns und der Fahrer fragte, ob wir an einer Boje festmachen wollen. Ja, wollen wir und so liegen wir kurze Zeit später mit zwei viel zu dicke Bugleinen an der Boje. Beim Bezahlen des recht hohen Liegegeldes erklärt uns der Schlauchboot-Fahrer, dass im Preis ein Shuttle-Service enthalten ist. Winken, oder über Handy oder Kanal 9 ihn rufen und er fährt uns ins Zentrum. Der sehr malerische Ort und sein berühmter Sohn Salvador Dalí sind wohl auch im Liegegeld enthalten. Dalí verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Cadaqués, die Familie seines Vaters besaß hier ein Haus. Nach seiner Rückkehr aus New York ließ sich Dalí an der benachbarten Bucht von Port Lligat am Hafen nieder. Cadaqués entwickelte sich daraufhin immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Künstler: Pablo Picasso, Luis Buñuel, Max Ernst und viele andere Künster wurden von der Ausstrahlung Cadaqués angezogen. Das Credo als Dorf der Künstler und Maler zeigt sich heute in den angebotenen Waren, aber auch im exzentrischen Erscheinungsbild einiger Bewohner und Besucher.

Mittwoch, der 22. Juni, Wettfahrt mit dem Nebel

Wettfahrt mit dem Nebel

Bei wolkenlosem Himmel, gute Sicht und leichtem Wind, legen wir an der Boje in Cadaqués ab. Ein direktes Ziel haben wir nicht, wir wollen nur das Cap de Creus passieren und dann einen der Häfen im Bereich der Pyrenäen anlaufen. Kaum waren wir am Cap de Creus vorbei zog Nebel auf, zuerst über der Steilküste und dann eilte uns eine Nebelwand über dem Meer hinterher. Auf der Höhe von Portbou haben wir den Wettlauf mit der Nebelwand verloren. Obwohl mit 1-2 sm Sicht wir nicht ganz blind fuhren, benutzen wir den Nebel als ein gutes Argument noch einmal Portbou anzusteuern. Es gibt hier auch ein Restaurant mit einem verlockenden Speiseangebot und bei der Hinreise standen wir am Ruhetag vor dem Lokal. Was wir nun auf dem Rückweg nachholen wollen.

Freitag, der 24. Juni, der Abschied fällt schwer

Sonnenaufgang in Portbou, oder mit Louis Armstrong: "What a wonderful world"

Wir haben gestern den ganzen Tag unsere Alternativen für die nächsten Etappen besprochen. Auf der einen Seite wollen wir in der Hochsaison (Juli und August) nach Hause fahren, um anschließend ab September wieder zu reisen. Stellt sich somit die Frage wohin mit unserem Boot. Wir können jetzt wieder etappenweise den Golfe de Lion zurück nach Port-Saint-Louis-du-Rhône fahren oder wir fragen im Trockenhafen von Gruissan (Port a Sec Gruissan) nach einem Angebot. Wir hatten uns den Trockenhafen vor einem Monat angesehen und er machte einen sehr gepflegten Eindruck. Wenn wir unser Boot in Gruissan lassen, dann ist Spanien für die Herbstreise festgelegt. Da wir die Costa Brava als einfach nur herrlich beschreiben, wäre diese Einschränkung leicht verkraftbar. Außerdem liegt Gruissan sowieso auf unserem Weg nach Port-Saint-Louis-du-Rhône. Somit haben wir heute schon um 7 Uhr abgelegt und das über 40 sm entfernte Gruissan angesteuert. Zu der Fahrt ist nicht viel zu sagen. Es war schwachwindig und als wir die Segel gesetzt hatten, ließen wir die Maschine mit 1800 Umdrehungen pro Minute mitschrieben. Mit beiden Antrieben parallel fährt es sich recht angenehm, die Segel dämpfen die Bewegungen in den Wellen und die Maschine kann mit geringerer Leistung laufen, was Diesel einspart.

Samstag, der 25. Juni, ein gänzlich anderes Abenteuer

Die Würfel sind gefallen. Das Angebot des Port a Sec in Gruissan passt und wir werden am Dienstag, den 28. Juni an Land gehoben. Damit stellt sich ein vollkommen anderes Problem, wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Gruissan nach Port-Saint-Louis-du-Rhône, um dort mein Auto zu holen. Schnell war der Rucksack gepackt und ohne Reiseplanung bin ich mittags aufgebrochen. Erst mal mit dem Bus nach Narbonne zum Bahnhof, dort schaue ich mal weiter. Die Frage am Schalter: "Was ist der nächstgelegene Bahnhof zu Port-Saint-Louis" hat etwas Verwunderung hinterlassen. Nach einem großen Palaver des Personals wurde mir eine Fahrkarte nach Arles, mit Umstieg in Montpellier, verkauft. In Arles gab zum Glück auch einen Bus nach Port-Saint-Louis, sonst müsste ich ein Taxi nehmen. Mit der Autofahrt zurück nach Gruissan war ich genau 9 1/2 Stunden unterwegs, aber dafür sind Bus und Bahn unschlagbar günstig. Bus nach Narbonne 1 €, Zug Narbonne - Arles 22,90 € und Bus Arles - Port-Saint-Louis-du-Rhône 3 € (das Taxi hätte ca. 80 € gekostet). Wer sich für die Busfahrpläne interessiert, dem kann ich eine Kopie zusenden.

Sonntag, der 26. Juni; Rundgang in Narbonne

Auf dem Weg zur Kathedrale

Für Klarieren, Reinigen und Ausräumen unserer Bumble-Bee haben wir zwei Tage Zeit und nutzen den Sonntag für eine Besichtigung von Narbonne. Es ist eine der Städte, an der wir schon oft vorbeigefahren sind und die wir noch nicht besichtigt haben. Das wollen wir heute nachholen, schließlich war Narbonne die erste römische Kolonie außerhalb Italiens. Durch Narbonne führte die Via Domitia, die erste Römerstraße in Gallien. Zum Glück fahren wir die wenigen Kilometer von Gruissan nach Narbonne über moderne Straßen und nicht über einen holprigen Natursteinweg wie das freigelegte Stück der Via Domitia vor dem Rathaus von Narbonne. Besonders gefallen hat uns die Pont des Marchands (Händlerbrücke). Es ist eine mit Häusern bestandene historische Brücke, die über den durch die Altstadt verlaufenden Canal de la Robine führt. Aber auch der Komplex um die Kathedrale ist sehr beeindruckend, obwohl gewaltige und düstere Sakralbauten uns nicht so sehr wie die Boulevards parallel zum Canal de la Robine begeistern. Bereits zur Zeit der Römer wurde ein Kanal durch das antike Rubrensis ausgehoben, um die Stadt Narbonne mit dem Mittelmeer zu verbinden. Dank dieses Kanals wurde Narbonne eine reiche Küstenstadt. Heute verbindet der 33 km lange Canal de la Robine und der 650 m lange Canal de Jonction (deutsch: Verbindungskanal) das Mittelmeer mit dem Canal du Midi.

Dienstag, der 28. Juni; heute ist es richtig heiß

Port a Sec Gruissan

Gestern war klarieren und reinigen angesagt, heute steht ausräumen auf dem Programm und natürlich ist genau heute, an unserem Krantag ein richtig heißer Tag. Am Abend war der Landplatz bis zum 30. August 2016 gebucht, alles im Auto verstaut, für die Heimfahrt eingekauft, unser Boot fest auf den Böcken an Land verkeilt und wir todmüde. Nur noch einen Abendspaziergang mit unserem Bordhund und der Tag kann mit den restlichen Weinvorräten ausklingen. Morgen wollen wir in aller Frühe (so gegen 7 Uhr, man muss ja nicht übertreiben) die Heimfahrt antreten.

Fazit der Reise

Auf dieser Reise haben wir drei faszinierende Küstenbereiche besucht, die unterschiedlicher nicht sein können.


Der Golfe du Lion ist eine große französische Mittelmeer Bucht, die sich von den Hyèrischen Inseln bis zum spanischen Portbou erstreckt. Die Küste ist im westlichen Teil, bis zur Rhônemündung, flach und sandig. An den tiefsten Stellen liegt die Wassertiefe bei etwa 90 m. Hinter den flachen Dünen liegen lang gestreckte Etangs, die teilweise durch enge Kanäle untereinander und mit dem Meer verbunden sind. Neben den schönen alten Orten sind riesige Apartmentanlagen entstanden, die in der Vorsaison überwiegend leer stehen und teilweise keinen einladenden Eindruck hinterlassen.

 

Ab der französisch-spanischen Grenze bei Portbou schließt sich die Costa Brava an, sie reicht bis zur Tordera-Mündung bei Blanes. Die Costa Brava gehört für uns zu den schönsten Landschaften am westlichen Mittelmeer. Die abwechslungsreiche Felsküste ist durch ihre Caps und Felsbuchten geprägt. In den malerischen Städten und Fischerdörfer gibt es sehr viel zu entdecken, eine gute Gastronomie und Infrastruktur in den Häfen.

 

Südlich schließt sich die Costa del Maresme an, sie erstreckt sich von Blanes im Norden bis Barcelona im Süden. Der Küstenabschnitt ist besonders im südlichen Teil dicht besiedelt, an dem sich große Vororte Barcelonas ausdehnen. Der Abschluss bildet die quirlige und dynamischen Millionenstadt Barcelona. Die Stadt ist aufgrund vieler architektonischer Meisterwerke, des mediterranen Flairs und des attraktiven und bunten Nachtlebens eines der angesagtesten Ziele am Mittelmeer. Wobei man tagsüber den breiten Strand genießen kann.

Literatur und Seekarten

Für den Golfe du Lion haben wir die französischen Navicarte Seekarten und als Hafenhandbuch den Bloc Marine verwendet. Der Bloc Marine enthält alle wichtigen Informationen und enthält sogar ein Logbuch. Gesetze, Ausrüstungspflicht, Lichterführung sind zusätzlich zu den ausführlichen Hafeninformationen enthalten. Leider ist der Bloc Marine nur teilweise in englisch, nach einer kurzen Einlesephase kamen wir mit den französischen Beschreibungen sehr gut zu recht.

Für die Costa Brava und Costa del Maresme gibt es keinen deutschsprachigen Revierführer. Auf unserer Reise haben wir vom Verlag: Imray, Laurie, Norie & Wilson Ltd. den englischsprachigen Revierführer: „Mediterranean Spain - Costas Del Azahar Dorada and Brava“ verwendet. In den Häfen gibt es eine kostenlose kleine Faltbroschüre, die eine Minimalbeschreibung zu allen Häfen Kataloniens enthält. Im Bereich der spanischen Gewässer haben wir ebenfalls die englischen Imray Seekarten benutzt.

Wind und Wellen

Der Golfe du Lion und der nördliche Teil der Costa Brava zählen zu den sturmreichsten Regionen der Erde, sie werden vom Mistral (Tramontana an der Costa Brava) beherrscht. Die typische Mistral-Konstelleation ist ein Hoch über der Biskaya und ein Tief im Golf von Genua. Höhepunkt des Mistrals ist vor- und nachmittags, in der Nacht schwächt er sich ab. Auf dieser Reise hatten wir fast jede Woche eine Mistral-Konstelleation, die dann etwa 3 Tage andauerte. Der Mistral hat uns auf unseren bisherigen Reisen einen hohen Respekt vor den Naturgewalten gelehrt und bei Mistral bleiben wir vorsichtshalber im Hafen. Hierzu möchten wir Bobby Schenk mit den Worten: "Der Löwengolf ist meines Erachtens eines der gefährlichsten Segelreviere der Welt“ zitieren.

Auf dieser Reise haben wir von Portbou, über die Bucht von Roses, bis L’Estartit die volle Kraft des Mistrals gespürt. Nach unseren Beobachtungen satteln die Pyrenäen und das Cap de Creus noch einen gehörigen Kapeffekt auf den Mistral. Der Screenshot der Wind&Meer App zeigt im Bereich der Küstenlinie des Golfe du Lion schönen Segelwind von 2-4 Windstärken und zwischen dem Cap de Creus und L’Estartit wird es mit 5-6 Windstärken schon erheblich ungemütlicher. Zusätzlich kann man für Böen noch 1-2 Windstärken zum dargestellten Grundwind in 10 m Höhe addieren.

Der nächste Screenshot zeigt zum gleichen Zeitpunkt die mittlere Wellenhöhe und entspricht auch unseren Erfahrungen. Unsere Erfahrung war, vom Cap de Creus bis Blanes gibt es bei wenig Wind recht hohe Welle, wenn im Golfe du Lion der Mistral tobt. Die waren besonders unangenehm, wenn wir bei wenig Wind gegen die Wellen mit Motorkraft fuhren. Bei unserer Bumble-Bee hat dann der parallele Antrieb durch die Segel und der mitlaufenden Maschine etwas Ruhe in die Bootsbewegungen gebracht.

Hafengebühren

Wie schon bei den Reisen zuvor wollen wir auch hier zum Ende des Reiseberichtes eine Liste der Liegegelder für unsere 10,45 m lange und 3,60 m breite Yacht mit zwei Personen im Mai und Juni 2016 präsentieren:

Port Gardian, Saintes-Maries-de-la-Mer

Mai 2016

30,00 €

Port de Plaisance, Frontignan Plage

Mai 2016

26,84 €

Port de Plaisance, Gruissan

Mai und Juni 2016

26,84 €

Port Barcarès

Mai 2016

29,09 €

Port Portbou

Mai 2016

15,44 €

Port Roses

Mai 2016

19,30 €

Club Nàutic L'Estartit

Hafen Mai 2016

34,70 €

Port Esportiu Marina Palamós

Juni 2016

56,78 €

Club Vela Blanes

Juni 2016

29,00 €

Port Olimpic de Barcelona

Juni 2016

47,80 €

Club Nàutic El Balís

Juni 2016

35,11 €

Club Nàutic Sant Feliu de Guíxols

Juni 2016

59,50 €

Club Nàutic L'Estartit

Boje Juni 2016

35,01 €

Club Nàutic L'Escala

Juni 2016

36,16 €

Port Cadaqués

Boje Juni 2016

45,00 €

Port Portbou

Juni 2016

30,00 €

 

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© Rainer Klotz